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Lea Manti


Leitung der Monokel-Diele.
In der Freundin wurde 1932 angekündigt, "daß die weltbekannte Kunstpfeiferin (von der Skala Berlin), Lea Manti die Monokel-Diele übernommen hat."1 Die Bezeichnung der "pfeifende Frack" weist darauf hin, dass Sie vorzugsweise in männlicher Kleidung auftrat. Einige Hefte später heißt es dann unter der Überschrift "Neuigkeit bei Manuela": “Die weltbekannte Künstlerin Lea Manti erwartet alle Freundinnen täglich abends in den eleganten Klubräumen (...)."2 Kurze Zeit später verschwindet ihr Name wieder aus den Anzeigen der Manuela Bar.




Ergänzung:Wenn der Torwächter einen Ball hält, wird er beklatscht wie Lea Manti, wenn sie den Tannhäuser pfeift. Satyr. (aus dem 'Fußball', Ausgabe 14/1921)



Heike Schader (2004)


Aus:
Schader, Heike: Virile, Vamps und wilde Veilchen. Sexualität, Begehren und Erotik in den Zeitschriften homosexueller Frauen im Berlin der 1920er Jahre. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer 2004.





1 Anzeige der Monokel-Diele. In: Freundin 1932, Nr. 18.


2 Anzeige der Manuela Bar. In: Freundin 1932, Nr. 22.