1932
Die vier Persienfahrer
D 1932 Regie/Redaktion/von: ?
Am 6. Mai 1932 wollten Erika Mann (1905-1969), Klaus Mann (1906-1949), Richard "Rikki" Hallgarten (1905-1932) und Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) nach Persien aufbrechen. Hallgarten nahm sich kurz zuvor das Leben und die Reise wurde nicht angetreten. Für die Wochenschau wurden von der Emelka [Münchner Lichtspielkunst AG] Aufnahmen der vier Persienfahrer_innen gemacht, die dann nicht gezeigt wurde? Quelle: Renate Schmidt: Therese Giehse. Na, dann wollen wir den Herrschaften mal was bieten! München 2008, S. 64.
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1940
Der ewige Jude. Dokumentarfilm über das Weltjudentum (Der ewige Jude)
D 1940 Regie/Redaktion/von: Fritz Hippler, 66 min
Antisemitischer Propagandafilm des Dritten Reiches, der in der 5. Rolle, 144 nach Einstellungsprotokoll, die "Titel von sexualaufklärerischen Büchern und Broschüren" zeigt, u. a. werden in der Datenbank des Fritz Bauer Instituts "Berlins Lesbische Frauen / Uranierinnen / Lesbierinnen / Tribaden" genannt. Siehe auch www.cine-holocaust.de, 9/2011
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1963
Künstlerporträt Therese Giehse
BRD 1963 Regie/Redaktion/von: Georg Friedel, SDR, 45 min
Porträt zum 65. Geburtstag der Schauspielerin Therese Giehse (1898-1975), die sich beim Arbeiten filmen ließ, aber kaum etwas von ihrem Privatleben preisgab. So entstanden Aufnahmen der Proben zur Stuttgarter Fernsehfassung von Dürrenmatts "Die Physiker". Quelle: http://www.tvprogramme.net/tvp/70/1972/19720628.htm, 7/2009
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1966
Kinder, die sich lieben
Schweiz 1966 Regie/Redaktion/von: R. Heinickel
Zwei junge Mädchen beziehen einen Jungen in ihre Zärtlichkeiten ein. Quelle: Hans Scheugl, Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol. München 1978, S. 250. Es ist unklar, ob es sich um einen Kurzspielfilm oder eine Dokumentation handelt.
Leben, Liebe – Mann und Frau
BRD 1966 Regie/Redaktion/von: ?, ARD/SFB
Sechsteilige Aufklärungsreihe für Jugendliche, in der Dr. Martin Goldstein mit Jugendlichen über Sexualität und Liebe sprach. Offenbar wurden zwei Folgen (eine zum Thema "Perversion" und eine zum Thema "Homosexualität") zensiert und nicht gesendet. (Siehe dazu auch http://www.bamby.de/1966/66Leben0.htm, 8/2009)
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1967
Homosexualität – Aufklärung erwünscht
Schweiz 1967 Regie/Redaktion/von:?, DRS
Die Diskussion bezog sich offenbar nur auf männliche Homosexualität?
Normal – Versuch einer Definition
BRD 1967 Regie/Redaktion/von: J. Brede, 47 min
Laut der Datenbank "Cinematographie des Holocaust" des Fritz Bauer Instituts stellte diese Dokumentation "Wissenschaftlern und Fachleuten" die Frage, was normal sei. Neben vielen anderen Themen, z. B. "Alltag, Hilfsbereitschaft, Grausamkeit, Kriegszenen, Grausames sehen wollen" etc. werden als behandelte Themen auch genannt: "Wandlung der züchtigen Haus- zur emenzipierten (sic!) Frau, Homosexualität beider Geschlechter". Statements gab es von dem als Künstler ausgewiesenen Max Bense, der Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann und dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. S. auch www.cine-holocaust.de, 9/2011
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1968
Werkgespräch: Erika Mann mit Fritz J. Raddatz
BRD 1968 Regie/Redaktion/von:?, WDR, 30 min
Halbstündiges Interview, das der Journalist Fritz J. Raddatz kurz vor ihrem Tod mit Erika Mann führte.
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1969
Nordschau-Magazin
BRD 1969 Regie/Redaktion/von: Eva Müthel, NDR
In der "Sex-Rolle – 50 Jahre sündiger Bildschirm", die der NDR im Dezember 2006 ausstrahlte, gibt es Ausschnitte aus dem Nordschau-Magazin, das Homosexualität oder lesbische Liebe zum Hauptthema hatte. Neben einigen Interviews mit lesbisch lebenden Frauen werden auch die Betreiberinnen eines Hamburger Frauenlokals nach ihrem Klientel befragt.
Wunderland der Liebe – Der große deutsche Sexreport
BRD 1969 Regie/Redaktion/von: Dieter Geissler, 83 min
Pseudodokumentarfilm, der neben Stripperinnen und schwulen Priestern auch lesbische Liebe thematisiert.
1970
Abarten der körperlichen Liebe
BRD 1970 Regie/Redaktion/von: Franz Marischka, 97 min
Ein Beispiel für so genannte "Aufklärungsfilme" mit Spielszenen, die Anfang der Siebziger gedreht wurden und in denen Homosexualität sehr häufig thematisiert wurde. Auszug aus der Presseinformation: "Wie aber werden Frauen zu Lesbierinnen? Oft ist es die Furcht des unerfahrenen jungen Mädchens vor der ersten körperlichen Begegnung mit dem Manne…" Zitiert nach Erwin In het Panhuis, Die Harten und die Zarten. Die Darstellung von Homosexualität im Film. Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung des KCM, Schwulen- & Lesbenzentrums und des Centrums Schwule Geschichte am 14. Dezember 1997 in Münster. (=Schriftenreihe des KCM Schwulen- & Lesbenzentrum e.V., Band 3), S. 36.
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1973
Ehen vor Gericht: In Sachen Lorenz gegen Lorenz
BRD 1973 Regie/Redaktion/von: Sina Walden, Rupprecht Essberger, ZDF, 90 min
Info vom Spinnboden Lesbenarchiv Berlin mit Zeitungsausschnitt: "Lesbisch – eine Krankheit?" (Hessische Allgemeine, Ausg. Kassel, 4.12.73) "Ehen vor Gericht" war eine regelmäßige ZDF-Sendung von 1970-2000.
Zärtlichkeit und Rebellion – Zur Situation der homosexuellen Frau
BRD 1973 Regie/Redaktion/von: Eva Müthel, 45 min
Erste Fernsehdokumentation über Lesben. Unter Lesben war sie umstritten (vgl. Dokumentation der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin 1974) und siehe auch "Lesbische Spuren im Film – Die siebziger Jahre".
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1974
…Und wir nehmen uns unser Recht ! Lesbierinnen in Deutschland
BRD 1974 Regie/Redaktion/von: Claus Ferdinand Siegfried, 45 min
Fernsehdokumentation über Lesben und ihre politischen Aktivitäten, Interviews mit Frauen der HAW (Homosexuelle Aktion Westberlin), mit denen die Doku gemeinsam entwickelt wurde. Der Film hatte zentrale Politisierungswirkung und sorgte dafür, dass die HAW Post v.a. von isoliert lebenden Lesben bekam. Siehe auch: In Bewegung bleiben, Berlin 2007, S. 31-61.
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1976
Sparring: Homosexualität, noch immer ein Tabu
BRD 1976 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 60 min
Info von Peter Thommen, Basel.
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1977
Wir Frauen sehen uns an – Erfahrungen aus der Frauenbewegung
BRD 1977 Regie/Redaktion/von: Edith Schmidt u. a., ZDF, 40 min
Porträt der deutschen Frauenbewegung mit Erwähnung von Lesben, Interviews mit Macherinnen des Verlags "Frauenoffensive" und der Zeitschrift "Courage", Berichte aus Italien, Ausschnitte aus dem dänischen Emanzipationsfilm "Nehmen Sie es wie ein Mann, Madame" (1974/75) und aus Filmen von Agnès Varda.
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1978
Telearena: Homosexualität
Schweiz 1978 Regie/Redaktion/von: Xavier Koller, 140 min
Am 12. April 1978 strahlte das Schweizer Fernsehen (SF DRS) eine Diskussion über Schwule und Lesben aus. Ca. 50 Personen sitzen in einem Halbrund und können sich nach einem live gespielten Theaterstück zum Thema zu Wort melden. Ausschnitte aus dieser Sendung sind in "Katzenball" zu sehen.
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1979
Aber normal ist es ja gerade nicht
Schweiz 1979 Regie/Redaktion/von: Homex (AG Zürcher Lesbengruppe), 50 min
Interviews mit Züricher PassantInnen über Homosexualität. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
Armee der Liebenden oder Revolte der Perversen
BRD 1979 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 107 min
Rosa von Praunheim skizziert hier seine Sicht auf die Homosexuellenbewegung ab 1929, wirft einen Blick auf die US-amerikanische Bewegung nach Stonewall und zeigt Bilder von CSD-Demonstrationen. Die Aktivistin Rose Jordan kommt auch zu Wort.
Tag für Tag
DDR 1979 Regie/Redaktion/von: Volker Koepp, DEFA, 20 min
Porträt einer jugendlichen Schweißerin; es wird deutlich, dass sie lesbisch lebt.
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1980
Unter Rock
BRD 1980 Regie/Redaktion/von: Birgit Durbahn, Andrea van der Straeten, 45 min
Porträt der lesbischen Frauenrockband "Unter Rock" anlässlich ihres letzten Auftritts in Hannover am 30. April 1980. Quelle: Julia Knight: Frauen und der Neue Deutsche Film. Aus dem Englischen von Fabienne Quennet. Marburg 1995, S. 73.
Was soll'n wir denn machen ohne den Tod?
BRD 1980 Regie/Redaktion/von: Elfi Mikesch, 101 min
Porträt alter Frauen in einem Altersheim in Hamburg-Altona; zwei Frauen, die ihre Liebe zueinander entdeckt haben, verbringen ihren Lebensabend gemeinsam.
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1981
Wir arbeiten fest an unseren Träumen
BRD 1981 Regie/Redaktion/von: Gabriele Niemeyer u. a., 40 min
Lesbische Frauen besetzen in Berlin ein Haus. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
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1982
Aufstand der Hexen
BRD 1982 Regie/Redaktion/von: Gordian Troeller, Claude Deffarge, 45 min
Betrachtungen zur neuen deutschen Frauenbewegung (auch lesbische Mütter). Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
Das ganze Leben
Schweiz 1982 Regie/Redaktion/von: Bruno Moll, 112 min
Semidokumentarfilm über die 50-jährige Barbara, die ihr ganzes Leben in Erziehungsheimen, Gefängnissen und anderen Anstalten verbracht hat. Die Rückblenden in ihre Jugend wurden inszeniert und von Serena Wey dargestellt. Die reale Barbara und ihre Darstellerin diskutieren u. a. ihr Leben und auch ein wenig ihr Lesbischsein.
Im Jahr der Schlange
BRD 1982 Regie/Redaktion/von: Heide Breitel, 102 min
Virtuoses Frauenporträt von Frauen des Jahrgangs 1941, die "Im Jahr der Schlange" geboren sind und zusammen ihren 40. Geburtstag feiern; Anke Rixa-Hansen lebt als einzige von ihnen lesbisch.
L.E.S.B.I.S.C.H. (L.E.S.B.I.S.C.H.)
BRD 1982 Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min
Dokumentation über lesbisches Leben Anfang der achtziger Jahre. U. a.: steht Hella von Sinnen auf der Kölner Domplatte und verhökert Bücher mit der Frage: Was spricht gegen Homosexualität? Und die Bücher sind leer.
Tausendundeine Nacht
Schweiz 1982 Regie/Redaktion/von: Homex (AG Zürcher Lesbengruppe), 70 min
Aktivitäten von Schweizer Lesben. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
Zwischen den Kämpfen
BRD 1982 Regie/Redaktion/von: Kristine Preuß, 30 min
Video über lesbische Frauen, die in Berlin ein Haus besetzt haben. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
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1983
Bekenntnis zum Anderssein – Homosexuelle Jugendliche und ihre Eltern
BRD 1983 Regie/Redaktion/von: Lucas Maria Böhner, Rudi Finkler, HR
Info vom Spinnboden Lesbenarchiv Berlin mit Zeitungsartikel aus dem "Kölner Stadtanzeiger", Ausg. Köln, 8.1.1983. Siehe auch http://www.zeit.de/1983/02/Es-geht-auch-anders.
Bondage
BRD 1983 Regie/Redaktion/von: Monika Treut, 20 min
Porträt einer New Yorkerin, die sich gern fesseln lässt und die dabei gefilmt wird.
Handel und Wandel
BRD 1983 Regie/Redaktion/von: Katharina Geinitz, 76 min
Porträt der Händlerin Elke Matz, die lesbisch lebt.
Klassentreffen. 10 Jahre Lesbenarchiv
BRD 1983 Regie/Redaktion/von: ?,
Doku über das Lesbenarchiv Spinnboden in Berlin.
Sehnsucht nach Frauen – Dorothy Arzner
BRD 1983 Regie/Redaktion/von: Katja Raganelli, Konrad Wickler, ZDF, 45 min
Porträt über die Hollywood-Regisseurin Dorothy Arzner (1897-1979), die offen lesbisch gelebt hat und eine der wenigen führenden Frauen der Filmindustrie war.
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1984
Ich bin ein sehr gebranntes Kind – Erika Mann
BRD 1984 Regie/Redaktion/von: Helga Keiser-Heyne, 60 min
Porträt über Erika Mann (1905-1969), Tochter von Thomas Mann (1875- 1955) und Schwester von Klaus Mann (1906-1949), die u. a. sehr erfolgreich als Kabarettistin, Essayistin und Schauspielerin gearbeitet hat. Vorgestellt wird hier auch das von ihr und Therese Giehse 1933 gegründete politische Kabarett "Die Pfeffermühle".
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1985
Klischee – Lesben im Film
BRD 1985 Regie/Redaktion/von: Maria Schmidt, Madeleine Bernstorff, Claudia Richarz, Birgit Durbahn, 100 min
Videokompilation zahlreicher Ausschnitte aus Lesbenfilmen, die "Bildwechsel" in Hamburg zu dieser Zeit im Archiv aufbewahrte.
Muß es denn gleich beides sein? Hilde Radusch – Aus dem Leben einer Aufsässigen
BRD 1985 Regie/Redaktion/von: Pieke Biermann, Petra Haffter, NDR, 40 min
Porträt der Kommunistin und Widerstandskämpferin Hilde Radusch (1903-1994), die hier selbst zu Wort kommt und aus ihrem bewegten Leben erzählt.
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1986
Mein Kind ist homosexuell
BRD 1986 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF
Homosexuelle Jugendliche schildern die Probleme mit ihren Eltern. Quelle: http://www.lesbenberatung-berlin.de/html/ver_geschi.htm, 2006
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1987
Anita Berber – Tänze des Lasters
BRD 1987 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 87 min
Biografie der legendären Tänzerin Anita Berber (1899-1928), deren Lebensstationen in Spielsequenzen inszeniert werden.
Hoffnungslos lesbisch
BRD 1987 Regie/Redaktion/von: Sabine Peter
Doku über das Hamburger Lesbenpfingsttreffen 1987, Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
Mein Leben auf dem Frauenwiderstandscamp Hunsrück
BRD 1987 Regie/Redaktion/von: Ulrike Rosner, 4 min
"Von Maniküre bis Actionteambildung, mit Sprengsätzen und Kartoffelschälerinnen: Fotofilm mit höchstpersönlichen Eindrücken aus dem Hunsrücker Frauen Widerstandscamp 1987." Quelle: http://www.bimovie.de/links/archiv/Bimovie8/hunds.htm, 8/2009
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1988
Die andere Liebe
DDR 1988 Regie/Redaktion/von: Helmut Kißling, Axel Otten, DEFA, 35 min
Film, der vom deutschen Hygienemuseum in Auftrag gegeben worden war – Interviews mit zwei Lesben und mit Schwulen. Quelle: http://www.film.at/die_andere_liebe/detail.html?cc_detailpage=full, 6/2009.
Was kommt nach EMMA's Herbert?
BRD 1988 Regie/Redaktion/von: Bonner Vorbereitungsgruppe, 19 min
Provokantes Feature als Vorbereitung zur gleichnamigen Bonner Diskussionsveranstaltung am 27.10.1988, zu der das Video auch vorgeführt wurde. Thema war die Kritik an der Frauenzeitschrift "EMMA", die gerade eine "Herbert"-Ausgabe für Männer veröffentlicht hatte und nach Meinung der fünf Autorinnen inhaltlich immer flacher wurde.
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1989
Christopher Street Day
Österreich 1989 Regie/Redaktion/von: Christa Biedermann, 11 min
"Dokumentarische Impressionen mit Tricksequenzen vom Lesben- und Schwulentag in Berlin, Juni 1989." Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.
Sie für Berlin
BRD 1989 Regie/Redaktion/von: Kirsten Lenk, Christine Olderdissen, 12 min
Eindrücke vom CSD-Berlin 1989.
Überleben in New York
BRD 1989 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 90 min
Porträtfilm über drei Frauen, Claudia, Anna und Ulli, die sich in New York niederlassen wollen. Das Leben dort verändert auch ihr bisheriges Leben. Claudia trennt sich von ihrem Freund und geht eine Liebesbeziehung mit einer Frau ein.
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1990
Sally Forth
BRD 1990 Regie/Redaktion/von: Inka Petersen, 20 min
Porträt einer Londoner Lesbe, die über sich und ihre Projekte berichtet. Auch ihre Freundin kommt zu Wort
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1991
… viel zuviel verschwiegen
Deutschland 1991 Regie/Redaktion/von: Christina Karstädt, Anette von Zitzewitz, 78 min
Die ostdeutsche Dramaturgin Christina Karstädt und die westdeutsche Psychologin Anette von Zitzewitz interviewen Frauen zwischen 28 und 67 Jahren zu ihrem Leben als Lesben in Ostdeutschland von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Wende. 1996 veröffentlichten beide Autorinnen ein gleichnamiges Buch zum Film im hoho-Verlag.
Die Braut heißt Uwe
Deutschland 1991 Regie/Redaktion/von: Rita Knobel-Ulrich, ARD/NDR, 30 min
In der Reihe 'Gott und die Welt': Seit 1990 dürfen Homosexuelle in Dänemark heiraten – mit allen Rechten und Pflichten wie Heterosexuelle. Ein TV-Team beobachtete ein lesbisches und ein schwules Paar bei der standesamtlichen 'Registration', wie diese Form der Eheschließung heißt, und vergleicht die Situation in Dänemark mit der in Deutschland. Quelle: http://www.tvprogramme.net, 6/2006
Doppelpunkt: Wenn Frauen Frauen lieben
Deutschland 1991 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 60 min
Drei lesbische Frauen, eine Mutter einer jungen Lesbe und ein Mann, den seine Freundin wegen einer Frau verlassen hat, erzählen Moderator Michael Steinbrecher von ihren Erfahrungen. Die Lesben, unter ihnen die Berliner Radiomoderatorin Manuela Kay, deren lesbische Mutter hinter ihr im Publikum sitzt, berichten von ihrem Coming out, ihrem Leben als Lesbe und von diversen Diskriminierungen. Auch das überwiegend lesbische Publikum beteiligt sich an den Statements.
Läsbisch TV
Deutschland 1991-1993 Regie/Redaktion/von: ?, FAB, 60 min
Das erste lesbische Fernsehmagazin wurde vom 11. April 1991 bis zum 15. Mai 1993 monatlich im Berliner Regionalkabelsender FAB (Fernsehen aus Berlin) gesendet und an öffentlichen Frauenorten wiederholt; u. a. gab es auf der Feminale 1992 in Köln Ausschnitte der ersten zehn Sendungen zu sehen. Siehe auch: In Bewegung bleiben, Berlin 2007, S. 377.
Die rosa Nordschau
Deutschland 1991-1993 Regie/Redaktion/von: ?, RB, 15 min
Bremer Videomagazin für junge Schwule und Lesben, wurde später im offenen Kanal gezeigt. Siehe http://bremen.gay-web.de/magazin/medien05.html, 7/2009
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1992
Frauenfragen: Ich kenne eine Lesbe und Sie?
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min
Moderatorin Bönninghausen outet sich in der eigenen Sendung – zusammen mit der Journalistin Viola Roggenkamp. Inge von Bönninghausen stellt Lesben-Zeitschriften und Bücher vor, lässt im Kölner Frauenbuchladen Viola Roggenkamp zum Thema zu Wort kommen; es gibt einen Ausschnitt aus "Und wir nehmen uns unser Recht" mit einem kurzen Statement von Ilse Kokula 20 Jahre später. Des Weiteren gibt es auch einen Ausschnitt aus dem Bonner Kongress der FI 6. Oktober, "Berührungsängste" (1991), auf dem die Autorin Marie Sichtermann spricht.
Hans Meiser: Homo-Ehe (? Titel unbekannt)
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: ?, RTL, 60 min
Laut "Fernsehlexikon" lief die Talkshow mit Hans Meiser als Moderator von 1992 bis 2001; gleich zu den ersten Themen gehörte offenbar die Homoehe. (S. 510)
Ich bin meine eigene Frau
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 91 min
Porträt des Lebens der Charlotte von Mahlsdorf (geboren als Lothar Berfelde, geb. 1928), die schon als Heranwachsender gern Frauenkleider trug und damit bei der lesbischen Tante Luise auch keine Probleme hatte. Tante Luises Geliebte Charlotte Schrobsdorf war bereits tot, als Lothar zu ihr kam. Charlotte von Mahlsdorf begründete in Berlin das Gründerzeitmuseum, dessen Ausstellungsstücke aus finanzieller Not über die Jahre verkauft werden mussten, da weder der DDR-Staat noch später die Bundesregierung dieses Museum dulden und unterstützen wollten. Ein groß inszeniertes Lesbentreffen 1978 in der DDR wurde von der Polizei verboten, ein anderes Homosexuellenfest mit über 500 TeilnehmerInnen, nach dem Anschluss an die BRD, von Neonazis gestürmt. Charlotte von Mahlsdorf starb 2002.
Ich stelle mich: Alice Schwarzer
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 60 min
Moderation: Carl-Hinrich Casdorff. Neben 15 Jahren "Emma" geht es auch um Inhalte der Zeitschrift, um Kleinanzeigen und Frauenbeziehungen und um diverse öffentlich geführte Debatten.
Schwule und Lesben unter dem Kreuz (-Homosexuelle Geistliche und ihre Probleme)
Schweiz 1992 Regie/Redaktion/von: ?
Quelle: http://www.gay-bern.ch/schwubliothek/videos.html, 2006
Verzaubert – Drittes Reich und Wirtschaftswunder – Geschichten vom anderen Ufer
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: Dorothee von Diepenbroick, Jörg Föckele, Jens Golombek, Dirk Hauska, Sylke Jehna, Claudia Kaltenbach, Ulrich Prehn, Johanna Reutter, Katrin Schmersahl, 84 min
"Dokumentarfilm über Schwule und Lesben im Hamburg der 40er und 50er Jahre. 13 Frauen und Männer geben Auskunft, wie sie in der NS-Zeit und im Nachkriegs-Deutschland lebten – über Verfolgung und Vernichtung, Diskriminierung und Tarnung, Veränderungen und Kontinuitäten, über Subkultur und ihren Alltag." (Cover-Text)
Vom Grau zum Lila – Junge Lesben über sich
Deutschland 1992 Regie/Redaktion/von: Tina Perincioli, 30 min
Berliner Dokumentation der Junge-Lesben-Gruppe der Lesbenberatung Berlin zusammen mit dem offenen Lesbentreff von Mädchenpower München. Junge Frauen erzählen von ihrem Coming out und von den Reaktionen ihrer Umwelt.
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1993
Die andere Ehe: Lesben und Schwule – immer noch diskriminiert und ausgegrenzt
Deutschland 1993 Regie/Redaktion/von: Manuel Kock, 135 min, 3sat
"Männliche und weibliche Homosexuelle haben in den letzten Jahren eine recht aktive, fest umrissene Szene entwickelt, die durch ihre Kneipenkultur, politische Aktionen und spezifische Organisationen geprägt ist. In dieser Diskussionssendung berichten Schwule und Lesben über ihre Lebensformen, ihre Erfahrungen und Probleme in dieser Gesellschaft. Dazu werden auch Filme aus dem Leben der Diskussionsteilnehmer eingespielt." Quelle: kobv (Kooperativer Bildungsverbund Berlin-Brandenburg), http://se3.kobv.de, 5/2007.
An die Freundinnen (K Podrugam)
Deutschland/Russland 1993 Regie/Redaktion/von: Natalja Sharandak, 64 min
Lesben in Russland sprechen über ihr Leben und ihr Coming out.
Arithmetik der Gleichberechtigung
Deutschland/Russland 1993 Regie/Redaktion/von: Natalja Sharandak
Lesbenkosen oder wie Lesben zu Prinzessin und Kröte werden ...
Deutschland 1993 Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 36 min
Auf dem Lesbenfrühlingstreffen im Mai 1993 in Freiburg wurde gefragt, ob und welche Koseworte die Befragten für ihre Liebsten benutzen.
Moskito: Schwul – lesbisch?
Deutschland 1993 Regie/Redaktion/von: ?, 29 min, SFB
"Der Film zeigt in Sketchen, Spielszenen, Interviews und Musikclips solche und noch dümmere Vorurteile und wie junge Homosexuelle versuchen, sich dagegen zu wehren." Quelle: http://www.politische-bildung.nrw.de/multimedia/02136/index.html, 6/2009. Moskito – Nichts sticht besser = Jugendsendung des SFB zwischen 1987 und 1995.
Weiß nicht – Homosexuelles Doppelleben
Deutschland 1993 Regie/Redaktion/von: Sabine Zurmühl, arte, 45 min
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1994
… trotzdem wie ne Familie
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: Biddy Pastor, 29 min
Porträt zweier Kinder mit lesbischen Eltern: Elke lebt mit Ulrike und deren Töchtern zusammen, womit die beiden Frauen und die Kinder weniger Probleme haben als ihre unmittelbare Umwelt, die dieser Art von Lebensgemeinschaft mit Ängsten und Vorurteilen begegnet.
Boulevard Bio: Wenn Frauen Frauen lieben
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 60 min
In seiner Talkshow begrüßte Alfred Biolek zum Thema "Wenn Frauen Frauen lieben" eine lesbische Polizistin, die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann und Lilly Wust (1913-2006), die durch ihre tragische Liebesgeschichte mit der jüdischen Widerstandskämpferin Felice Schragenheim (1922- vermutlich 1945) zu umstrittenem Ruhm gelangt war. Die Geschichte wurde von Erika Fischer aufgeschrieben und von Max Färberböck 1997 verfilmt.
Doppelpunkt: Können Schwule und Lesben Eltern sein?
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: ?, 3sat, 60 min
Talkshow auf 3sat am 7. Februar 1994.
Das kurze Glück zum langen Traum
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: Sabine Stadtmüller, WDR, 45 min
Lilly Wust (1913-2006) erzählt von ihrer Begegnung mit der jüdischen und lesbischen Widerstandskämpferin Felice Schragenheim (1922- vermutlich 1945) und von ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte während der NS-Zeit. Unter dem Titel "Aimée & Jaguar" porträtierte 1994 Erika Fischer die Geschichte im gleichnamigen Buch; 1997 entstand ein Film gleichen Titels. Siehe zur Kritk an diesen Darstellungen "Lesbische Spuren im Film: Die neunziger Jahre".
Lesbenfrühling – zwischen Höhenflug und Bruchlandung
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: Mona
Bericht über das Lesbenfrühlingstreffen in Heidelberg 1994.
Liebe kann so schön sein
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: ?
Videofilm für den Unterricht (Landesbildstelle Berlin).
LIS – Lesben in Sicht
Deutschland 1994-1999 Regie/Redaktion/von: ?
Magazin im Offenen Kanal Hamburg. Eine Übersicht über Geschichte und Themen diverser Sendungen steht auf http://hamburg.gay-web.de/lis/.
So sagte ich es meiner Mutter
Deutschland 1994 Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 32 min
Teilen Lesben ihren Müttern mit, dass sie Frauen lieben? Wie reagieren die Mütter? Haben sie es geahnt? Die Interviews, die auf diese Fragen Auskunft geben, entstanden beim Lesbenfrühlingstreffen 1994 in Heidelberg.
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1995
Brüste
Deutschland 1995/96 Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 66 min
Helma Eller stellte auf dem Lesbenfrühlingstreffen 1995 Fragen zum Thema "Brüste".
Paris war eine Frau (Paris was a woman)
USA/GB/Deutschland 1995 Regie/Redaktion/von: Greta Schiller, 75 min
Porträt der Kultur- und Kunstszene im Paris der zwanziger Jahre. Porträtiert werden Gertrude Stein (1874-1946), Janet Flanner (1892-1978), Sylvia Beach (1887-1962) und viele andere – zum Teil mit Originalstimmen und -zitaten.
Die Sache mit Danielle
Deutschland 1995 Regie/Redaktion/von: Sylvie Banuls, 94 min
Danielle lebt mit ihrem Mann und ihrer Freundin zusammen und führt eine Dreiecksbeziehung.
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1996
"… eine Lebensart! Lesben und Schwule in Cottbus
Deutschland 1996 Regie/Redaktion/von: Falk Scholz, 20 min
"Junge Lesben und Schwule erzählen in diesem Video über ihr persönliches und gesellschaftliches Coming Out, das Verliebtsein, den ersten Kuß, ihre Partnerschaft und ihre Erfahrungen mit dem Anderssein. In diesem Video werden Passanten zur Thematik Lesben und Schwule befragt. Es kommen drei lesbische Mädchen und drei schwule Jungen zu Wort. Die Mutter eines schwulen Jungen erzählt. Der Film ist unkommentiert." kobv (Kooperativer Bildungsverbund Berlin-Brandenburg, http://se3.kobv.de, 5/2007)
Gleich und nicht gleich
Deutschland 1996 Regie/Redaktion/von: Roswitha Ziegler, 20 min
Zwei Lesben erzählen über sich.
Eine Lesbe macht noch keinen Frühling
Deutschland 1996 Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min
Das Magazin "Frauen-Fragen" präsentiert Eindrücke von den Workshops auf dem Lesbenfrühlingstreffen 1996 in München (Motto: "Und sie bewegt sich doch!") und eine Buchvorstellung mit Viola Roggenkamp und ihrer Publikation "Von mir soll sie das haben?" Moderatorin Inge von Bönninghausen beleuchtet die rechtliche Situation von Lesben: Kurzreportagen informieren über Benachteiligungen im Mietrecht, Erbrecht und im Krankheitsfall. Dazu äußert sich auch Ingrid Steinmeister vom Lesbenring e. V. Ein weiteres Porträt befasst sich mit den rechtlichen Schwierigkeiten, auf die Lesben mit Kinderwunsch stoßen. Autorinnen der Beiträge sind u. a. Karin Jurschik, Claudia Müller und Sabine Stadtmüller.
Mein Kind ist homosexuell
Deutschland 1996 Regie/Redaktion/von: ?, VOX, 45 min
Betroffene berichten über Ängste und Vorurteile nach dem Coming-out. Quelle: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=9260373&top=SPIEGEL, 6/2009
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1997
Ehen vor Gericht
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF
"Frau Eva nimmt ein lesbisches Verhältnis zu ihrer Chefin auf. Kopilot Bernd, Evas Ehemann, hält das zunächst für eine erotische Caprice. Doch bald beschäftigen sich Richter und Anwälte mit dem Kasus. Die Hormone hüpfen im Dreieck, tönt es im ZDF-Pressetext. Mit 32 Jahren eine lesbische Ader entdeckt. Kann das sein, darf das sein? Auf diese Frage gibt es – ohne Anwaltsgebühren – eine Antwort: ja." Quelle: Der Spiegel, 37/1997
Late at Night
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: Stefanie Jordan, Stefanie Saghri, Claudia Zoller, 5 min
Reminiszenz an die Jazzmusikerin Cassandra Wilson.
Lesben fehlt nur der richtige Mann!
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben, 45 min
Arabella Kiesbauer (Talkshow).
Simone de Beauvoir
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: Karl-Heinz Götze, Ralph Quinke, 60 min
Porträt. Alice Schwarzer geht in einer kurzen Sequenz auf Simone de Beauvoirs (1908-1986) homosexuelle Verhältnisse ein.
Virginia Woolf & Vita Sackville-West
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: Anita Eichholz, BR, 60 min
Porträt der Beziehung zwischen Virginia Woolf (1882-1941) und Vita Sackville-West (1892-1962).
Wo sind die feministischen Junglesben?
Deutschland 1997 Regie/Redaktion/von: Lesbengruppe aus Köln, 13 min
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1998
Aber leiden wollt ich ja nicht
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: Silja Lex, Petra Stadler, 28 min
VideoDokumentation über die Erfahrungen lesbischer Frauen im Alter zwischen 50 und 72 Jahren in Deutschland.
Aufruf zum Ungehorsam. Zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: Birgit Schulz, WDR, 45 min
Die Dokumentation beginnt mit einem Blick auf die Lebensumstände von Frauen um 1900 und liefert Informationen u. a. über Anita Augspurg (1857-1943) und Lida Gustava Heymann (1868-1943), einen Interviewausschnitt mit der Frauenrechtlerin Gertrud Baer (1890-1981), mit Elisabeth Selbert (1896-1986), in den Siebzigern viel Alice Schwarzer, ein kurzer Ausschnitt aus einem "Flying Lesbians"-Auftritt, Erwähnung des Itzehoe-Prozesses gegen das lesbische Paar Ihns/Andersen als Initialisierung einer neuen Bewegung. Redaktion: Inge von Bönninghausen.
Dürfen Homosexuelle Kinder kriegen?
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Johannes B. Kerner (Talkshow).
Einmal Sex mit einer Frau, deswegen bin ich doch nicht lesbisch
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Bärbel Schäfer (Talkshow).
Ich bekehre jede Lesbe
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben
Arabella Kiesbauer (Talkshow).
Ich werde nicht damit fertig, daß meine Tochter lesbisch ist
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Jörg Pilawa (Talkshow).
Marlene Dietrich (1901-1992)
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: Michael Strauven
In diesem Porträt wird auch Marlene Dietrichs (1901-1992) Bisexualität erwähnt.
Meine Eltern sind andersrum!
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Vera am Mittag (Talkshow).
Meine Mutter ist lesbisch
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Bärbel Schäfer (Talkshow).
Nach der Eiszeit
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: Trevor Peters, 88 min
Ein Porträt über fünf lesbische Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern.
Schwule und Lesben – Ein Recht auf Ehe?
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Vera am Mittag (Talkshow).
Wann dürfen Homos endlich heiraten?
Deutschland 1998 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Ilona Christen (Talkshow).
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1999
30 Jahre CSD
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: Claudia Müller, 60 min
Moderation: Bettina Böttinger.
Gay Watch
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: ?, VOX
Schwul-lesbische Talkshow, die nur drei Mal auf Vox gesendet und dann wieder eingestellt wurde. Quelle: Fernsehlexikon, 2005.
"Homo-Ehe" – Gleiche Rechte für gleiche Geschlechter?
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: ?, 3Sat
Ruge. neunzehnZehn (Talkshow).
Ihr Homos geht mir auf die Nerven
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Ilona Christen (Talkshow).
Lebenskünstlerinnen
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: Gesine Meerwein, Katharina Gruber, 108 min
"Die Idee zu dieser Videodokumentation hat sich aus den eigenen Erfahrungen der beiden Freiburger Filmemacherinnen mit Krebserkrankung, der Begleitung in diesem Prozeß und den damit verbundenen unterschiedlichen Aspekten von lebensbedrohlichen Krankheiten entwickelt." Siehe dazu http://www.lebenskuenstlerinnen.de/lebk/lebk.htm, 2009.
Lesbe, Du hast nur keinen abbekommen!
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben
Andreas Türck (Talkshow).
Nobody is Perfect
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: Maria Schmidt, 84 min
Videokompilation zum Thema lesbische Idole.
Paragraph 175 (Paragraph 175)
UK/Deutschland/USA 1999 Regie/Redaktion/von: Jeffrey Friedman, Robert Epstein, 70 min
Dokumentation über sieben Überlebende des Nazi-Regimes, die als Homosexuelle verfolgt und inhaftiert wurden. Als einzige Lesbe wird hier Annette Eick (1909-2010) interviewt.
Rules of the Game (Rules of the Game)
Deutschland/USA 1999 Regie/Redaktion/von: Jörg Föckele, 48 min
"Charly ist 16 Jahre alt, stammt aus der Dominikanischen Republik und ist schwul; die 20jährige Peachy ist Amerikanerin afrikanischer Abstammung und identifiziert sich als Lesbe; Angel, 20, fragt sich, ob sie transsexuell ist; Maxx, 16, Latino, hatte sein Coming Out mit 13. Für den Film wählte jeder ein Kostüm, einen Drehort und ein musikalisches Thema für eine zweiminütige "Phantasie Sequenz", die einen Teil von ihnen repräsentiert, den man auf den ersten Blick nicht sieht." Katalog Max Ophüls Preis
Warum seht ihr Lesben immer so hässlich aus?
Deutschland 1999 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Bärbel Schäfer (Talkshow).
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2000
Claire Waldoff – Wer schmeißt denn da mit Lehm
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Elisabeth Publig, 30 min
Porträt der Gelsenkirchener Volkssängerin Clara Wortmann (1884-1957), die als Claire Waldoff in Berlin vor allem in den zehner und zwanziger Jahren als unangepasste Kabarettistin Karriere machte und mit Olly von Roeder zusammen lebte.
Eltern fragen – Lesben antworten
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Sabrina (Talkshow).
Flucht ins Leben: Die Erika und Klaus Mann Story (Escape to Life)
Deutschland/UK 2000 Regie/Redaktion/von: Andrea Weiss, Wieland Speck, 85 min
Porträt des schwulen Klaus Mann (1906-1949) und der lesbisch lebenden Schwester Erika Mann (1905-1969). Elisabeth Mann Borgese (1918-2002), erzählt von ihren Familienerinnerungen; Begegnungen von Klaus und Erika sind als Spielszenen eingefügt.
Große Freiheit – kleine Freiheit
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Kristina Konrad, 83 min
Vergleichende Porträts über Inge Vieth, die sich dem bewaffneten Kampf in Deutschland verschrieben hatte und über die ebenfalls militante María Barhoum, die in Uruguay kämpfte.
Die "Homo-Ehe" – Angriff auf die bürgerliche Familie?
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: ?, SWR
Diskussion in der Reihe "Streit im Schloß".
"Homo-Ehe" – Untergang des Abendlandes?
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: ?, ARD
Sabine Christiansen (Talkshow).
Kann denn Liebe Sünde sein? – Lesben und Schwule in Deutschland
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Leonore Brandt, mdr, 90 min
Dokumentation über Homosexualität in Form von Reportagen, zwischen denen moderiert wird. Was mit der Aufzählung einiger prominenter Schwuler und Lesben beginnt (u. a. Maren Kroymann, Hape Kerkeling, Dirk Bach, Ulrike Folkerts, Jil Sander, Martina Navratilova, Wolfgang Joop), führt zum ersten DDR-Schwulenfilm "Coming Out" von 1989 und seinem Hauptdarsteller Dirk Kummer, zu einem kurzen Abriss der Geschichte des Christopher Street Days und fokussiert schließlich hauptsächlich die schwulen Aktivitäten, Veranstaltungen und Etablissements in Leipzig. Auch wenn am Ende Laura Merrit mit ihren Sex-Toys zu Wort kommt und Maren Kroymann am häufigsten zu ihrem Lesbischsein befragt wird, ist die Sendung vor allem ein Porträt des schwulen Potenzials in Leipzig.
Lesben-Ehe! Mein Vater ist eine Frau
Österreich 2000 Regie/Redaktion/von: ?
Barbara Karlich Show (Talkshow).
Die Love-Polizei
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 30 min
Reportage über homosexuelle Männer und Frauen in Sydney, Australien, und über die Aggressionen, denen sie ausgesetzt sind.
San Francisco intim – Armistad Maupins Stadtgeschichten
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Ute Casper, Andrew Davies, WDR
Ute Casper und Andrew Davies begeben sich auf die Spuren von Armistead Maupins liebenswerten Romanfiguren... Schwule, Lesben und andere Menschen leben ihr Leben im Schatten der Golden Gate Bridge.
Schweizerin und Rebellin Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) (Une suisse rebelle Annemarie Schwarzenbach)
Schweiz 2000 Regie/Redaktion/von: Carole Bonstein, 58 min
Spannendes Porträt über Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) mit neuem Archivmaterial. Bonstein spürt auch Schwarzenbachs Reisen mit der Fotografin Marianne Breslauer (1909-2001) oder mit der Reiseschriftstellerin Ella Maillart (1903-1997) nach.
Shanghai Mon Amour – Die Poppoetin Mian Mian (Shanghai Mon Amour)
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Francesco Conversano, Nene Grignaffin, NDR, 45 min
Szenestar Mian Mian führt durch die mitunter schrille Subkultur Shanghais.
Verbotene Liebe – Lesbische Mädchen in der Provinz
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Gruppe No Limits, femina vita, 12 min
Aus der Zusammenarbeit einer professionellen Kamerafrau mit einem Mädchenprojekt in Herford ist eine einfühlsame Dokumentation über die Lebenswelten junger Lesben im kleinstädtischen Raum entstanden. www.lesbenfilmfestival.de, 2005
Das verordnete Geschlecht
Deutschland 2000 Regie/Redaktion/von: Oliver Tolmein, Bertram Rotermund, 62 min
Dokumentation über Geschlechter- und Körperpolitik.
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2001
Ein Blick zu anderen Ufern
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: Jutta Hühner, Petra Enderlin, 35 min
Doku über Projektarbeit mit Jugendlichen zu lesbischen und schwulen Lebensweisen, Dokumentation FLUSS e.V.
Familienschande! Meine Tochter ist lesbisch!
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben
Andreas Türck (Talkshow).
Greta Garbo – Ein Leben
Deutschland/USA 2001 Regie/Redaktion/von: Steve Cole, 52 min
Porträt, das auch Greta Garbos (1905-1990) Bisexualität berücksichtigt.
Her own Song (Marlene Dietrich – Her own Song)
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: J. David Riva, Karin Kearns
Riva, Enkel von Marlene Dietrich (1901-1992), geht in diesem Porträt nicht auf ihre Frauenbeziehungen ein, so dass der Eindruck entsteht, es habe keine gegeben.
'Homo-Ehe': sittenwidrig oder gesellschaftsfähig?
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?, 3sat
Helmut Markwort diskutiert in seiner Sendung "Markwort. NeunzehnZehn" über das im Jahr 2000 verabschiedete Gesetz zur Eintragung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. GegnerInnen halten es für einen Angriff auf die Institution der Ehe. Die Gesprächspartner sind Alfred Hartenbach (SPD), Manfred Kolbe (CDU) und Thomas Niederbühl (Rosa Liste, München).
Das Jahrhundert des Kabaretts (1909-2001)
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: Dagmar Wittmers, Christa Maerker, Reinhard Prill, Gerhard Brack, SR/SWR, 200 min
Überblick über die deutsche Kabarettszene in vier Teilen von unterschiedlichen Regisseur_innen. Im ersten Teil (1909-1932: "Wir wollen unseren Kaiser Wilhelm nieder haben") wird bei Claire Waldoff erwähnt, dass sie mit Emmy von Roeder zusammenlebte. Im zweiten Teil (1933-1948: "Vielleicht gehen wir alle mal drauf") bringt Christa Maerker auch Infos zu Erika Mann und Therese Giehse; es wird aber nicht deutlich, dass sie ein Paar waren.
Lesben und Schwule fordern: Auch wir wollen ein Baby!
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?, RTL
Bärbel Schäfer (Talkshow).
Lesbisch! Ich habe mich in meine beste Freundin verliebt
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben
Andreas Türck (Talkshow).
Die Lust im Blick: Frauen machen Kino (Filming Desire)
Deutschland/Frankreich 2001 Regie/Redaktion/von: Marie Mandy, 60 min
Die Dokumentation geht der Frage nach, wie Frauen Liebe und Sex inszenieren und bebildern. Zu Wort kommen u. a. die Filmemacherinnen Sally Potter, Agnès Varda, Catherine Breillat, Doris Dörrie, Deepa Mehta, Moufida Tlatli, Safi Faye und Jane Campion.
Meine Tochter ist lesbisch! Was wird aus meinen Enkeln?
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben
Andreas Türck (Talkshow).
Some Real Heat (Some Real Heat)
USA/Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: Stefanie Jordan, 54 min
Porträt von Frauen bei der Feuerwehr in San Francisco, eine von ihnen ist lesbisch.
Zur Person: Alice Schwarzer
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: ?
In der Talkshow mit Günter Gaus erzählt die Journalistin und "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer (geb. 1942) aus ihrem Leben.
Zwei Mamas und kein Papa – wenn lesbische Kinderwünsche wahr werden
Deutschland 2001 Regie/Redaktion/von: Ursula Ott, Valentin Thurn, 45 min
Das Filmteam begleitet ein lesbisches Paar bei ihren Bemühungen, Sperma in einer Samenbank zu kaufen und schließlich gemeinsam ein Kind zu bekommen.
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2002
Berlin Beshert
Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: November Wanderin, 29 min
"Die Abenteuer zweier Schwestern in Berlin: Leah (lesbisch) und ihre Schwester Dahlia (heterosexuell) sind inzwischen 30 Jahre alt und noch auf der Suche nach ihren Seelenpartnern (= Beshert in Jiddisch). Ungefragt schaltet ihre Mutter einen Schadchen (HeiratsvermittlerIn) ein. Spätestens bis zum nächsten Rosh Hashanah (jüdisches Neujahr) sollen die beiden mit jüdischen Partnern verlobt sein. Die Schwestern sind entsetzt über diese veraltete Idee. Der Streit endet in einem Kompromiss: finden die Töchter nicht selbst bis Rosh Hashanah ihre Liebsten, müssen sie die vom Schadchen auserwählten Verehrer treffen. Diese moderne Satire schildert die aktuellen Lebenserfahrungen junger Juden in Deutschland und entlarvt Klischees, indem sie sie auf überzogene Weise widerspiegelt." Quelle: www.lesbenfilmfestival.de, 2005
Die neue Frauenbewegung
Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: Ingrid Strobl
Dreiteiliger Rückblick auf die Geschichte der Frauenbewegung, incl. Interview mit Monika Mengel, der Sängerin der Band "Flying Lesbians", die Mitte der siebziger Jahre entstand.
From XX to XY – Fighting to be Jake (From XX to XY – Fighting to be Jake)
Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: Emily Atef, 21 min
Porträt eines Mädchens, das ein Junge sein möchte.
La Parade
Schweiz 2002 Regie/Redaktion/von: Lionel Baier
Bericht über die Gay Pride in Sion in der Schweiz.
Lesben! Euch fehlt nur der richtige Mann
Österreich 2002 Regie/Redaktion/von: ?
Barbara Karlich Show (Talkshow).
Lesbisch! Du bist doch nicht normal!
Österreich 2002 Regie/Redaktion/von: ?
Barbara Karlich Show (Talkshow).
Porträt Ulrike Ottinger
Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: Claudia Müller, arte, 8 min
Kurzporträt für die Sendung "Metropolis" auf arte.
Die Ritterinnen
Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: Barbara Teufel, 96 min
Anhand der jungen Bonnie zeichnet Barbara Teufel ein halbdokumentarisches Porträt der Berliner Frauen- und Lesbenbewegung der achtziger Jahre nach. Bonnie zieht in eine autonome Frauen-Wohngemeinschaft, die kollektiv entscheidet und politisch Stellung bezieht. Viele Diskussionen drehen sich um die Frage nach der Zusammenarbeit mit Männern; Bonnie beginnt eine Beziehung mit einer Frau. In die Spielszenen sind Interviews mit den Frauen der WG geschnitten, die zur Zeit des Filmdrehs auf diese Berliner Zeit zurückblicken. Siehe auch die Spielfilmliste.
VenusBoyz
Schweiz/USA/Deutschland 2002 Regie/Redaktion/von: Gabriel Baur, 102 min
Dokumentation über Performance-Künstler_innen, die mit Geschlechterrollen und -identitäten spielen. Mit Bridge Markland, Del LaGrace Volcano, Judith Halberstam, Hans Scheirl u. a.
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2003
Aliens, we've come for your children
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Filmgruppe Berlin, Christel Mason u. a., 28 min
Videodokumentation über lesbische Migrantinnen in Deutschland.
Anita Augspurg, Kämpferin für Frieden, Freiheit und Frauenrechte
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Heike Bretschneider, BR, 45 min
Porträt der Juristin und Frauenrechtlerin Anita Augspurg (1857-1947), die mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann (1868-1943) gemeinsame politische Projekte auf den Weg brachte.
Goldfische Im Filmbett – Lesbensex und lesbische Erotik im Spielfilm
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Maria Samantha Schmidt, 110 min
Die Kompilation präsentiert mehr als 250 Szenen aus 130 Spielfilmen.
Mein Leben Teil 2
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Angelika Levy
Angelika Levi (Jg. 1961) erkundet anhand der zahlreichen überlieferten Dokumente die Geschichte ihrer Familie und dabei insbesondere die ihrer Mutter, Ursula Becker-Levi, die kurz nach Beginn der Dreharbeiten 1996 verstarb. Als Tochter eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter überlebte sie die Nazizeit, wanderte nach Chile aus und kehrte 1957 nach Deutschland zurück, wo sie mit einem evangelischen Pfarrer eine Familie gründete. Am Ende des Films konstatiert die Filmemacherin zur dargelegten Familiengeschichte, dass sie als Lesbe keinen Kinderwunsch habe.
Pashke und Sofia
Deutschland/Albanien 2003 Regie/Redaktion/von: Karin Michalski, 28 min
"Ein uralter Brauch gestattet es albanischen Frauen, unter bestimmten Bedingungen vor allem in der familiären Situation, in die Männerrolle hinüberzuwechseln. Es handelt sich um die Tradition der Virgines. Hierbei muss die Frau schwören, dass sie zeitlebens ihren jungfräulichen Status bewahren, also niemals einen Mann heiraten, Geschlechtsverkehr mit ihm haben oder Kinder zur Welt bringen wird. Pashke ist eine solche Frau, die zum "Mann" geworden ist und der – entsprechend der Tradition – der gleiche Respekt und die gleiche Achtung entgegen gebracht wird wie den biologischen Männern. In ihrem/seinem Fall decken sich dabei gesellschaftlicher Anspruch und Tradition mit dem eigenen Begehren. Sofia hingegen, eine Freundin Pashkes, reflektiert die einengende und beschränkte Rolle, die sich aus dem Frausein in der albanischen Gesellschaft ergibt. Durch ihre kunstvolle Verflechtung von Interviewmaterial aus Pashkes Umfeld und Filmausschnitten albanischer Filme, die das Thema Virgines streifen, gelingt es Michalski, eine fesselnde Geschichte über das Verständnis von Gender und die vielfältigen Möglichkeiten des Umgangs damit zu entwickeln." Quelle: http://www.film.at/pashke_und_sofia/detail.html?cc_detailpage=full, 6/2009
Sichtweiten
Schweiz 2003 Regie/Redaktion/von: Samira El-Maawi, 8 min
Kurzfilm über Zürcher Lesben.
Von Frau zu Frau – Lesben in freier Wildbahn
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Junglesbengruppe Mädchenhaus Hannover
Interviews mit Junglesben aus Hannover und Umgebung – gedreht in den Räumlichkeiten des Mädchenhauses.
Die wilden Siebziger – Liebeslust und Liebesfrust
Deutschland 2003 Regie/Redaktion/von: Gabriele Trost, SWR, 45 min
Dokumentation über den Umgang mit Sexualität in den siebziger Jahren, mit Schwerpunkt auf Frauenbewegung sowie schwuler und lesbischer Sexualität.
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2004
Die treiben es ja wie die Elefanten
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: Samantha Maria Schmidt, 110 min
Ausschnittkompilation aus über 100 Spiel-, Kurz- und Sexfilmen und Fernsehserien, in denen lesbische Sexszenen vorkommen.
Gestern/Heute/Morgen
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: Christine Altrock, Julia Haarbrücker, Verena Waldbröt, 9 min
Eine Reise durch lesbische Generationen. Drei Portraits zeigen eine lesbische Seniorin, ein lesbisches Pärchen im mittleren Alter, die gemeinsam zwei Kinder bekommen haben und als Regenbogenfamilie zusammen leben, und eine junge lesbische Frau.
Katzenball
Schweiz 2004 Regie/Redaktion/von: Veronika Minder, 87 min
Veronika Minder stellt eine „Dokumentarcollage“ über fünf Frauen unterschiedlichen Alters vor, die Frauen lieben. Einge waren oder sind auch in der Schweizer Bewegung aktiv. Angereichert wird der Film mit historischen Zeitdokumenten und Fernsehausschnitten zum Thema. Die Lebensgeschichten der Porträtierten runden die Dokumentation ab. Es gibt auch einen Ausschnitt aus der Diskussion in der "Telearena" von 1978 über Homosexualität.
Ein neues Land
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: Kerstin Nickig, 35 min
Eine Berlinerin und eine Russin lernen sich in St. Petersburg kennen. Porträt ihrer Beziehung.
Noras mörderische Töchter
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: Wilfried Hauke, arte/ZDF, 60 min
Reportage über die beiden Krimiautorinnen Anne Holt (geb. 1958), die 1996/97 Norwegens Justizministerin war, und über die Schwedin Liza Marklund (geb. 1962), in deren Krimis mitunter auch lesbische Protagonistinnen in Szene gesetzt werden.
Out im Kino
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: Manuela Kay, 105 min
Manuela Kay stellt Filme aus dem gleichnamigen Buch vor, das 2003 in Zusammenarbeit mit Axel Schock im Querverlag erschien.
Schwul, lesbisch, kinderreich? Adoptionsrecht für "Homo-Ehen"
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: ?, mdr
Diskussion in der Reihe "Erfurter Gespräch".
Sex-Check – Bist du homo oder hetero?
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Britt – Der Talk um eins (Talkshow).
Sie ist lesbisch
Deutschland 2004/2005 Regie/Redaktion/von: Inken Boje, 27 min
Düsseldorfer Videoprojekt zum Thema Generationsgespräche; Kommunikation und Selbstbild von Lesben, im Alltag, in der Liebe und im Beruf: Inken Boje produzierte im Auftrag und mit Unterstützung der Frauenberatungsstelle Düsseldorf und der LAG Lesben den Porträtfilm "Sie ist lesbisch". Zu Wort kommen u. a. Dagmar Denkena vom Frauentheater "FrauThea" und die Liedermacherin Carolina Brauckmann. Herzlichen Dank für die Infos an Gabriele Bischoff von der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW.
Teddy Award 2004
Deutschland 2004 Regie/Redaktion/von: ?,
Bericht über die Verleihung des schwul-lesbischen Filmpreises anlässlich der Berlinale 2004; moderiert von Maren Kroymann und Thomas Hermanns.
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2005
Am Ende des Regenbogens
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Christian Jentzsch, Jochen Hick, arte/ZDF, 65 min
Bei einem Themenabend auf arte wurde diese Dokumentation über die politische Situation Homosexueller in Europa gesendet.
Andererseits – lesbische Mütter unter uns
Österreich 2005 Regie/Redaktion/von: Iris Pokorny, Elisabeth Leeb, 12 min
Dieser österreichische Kurzfilm befasst sich mit einem der kontroversen Themen der letzten Zeit: Können Lesben gute Mütter sein?
Anders leben – Lesben im Alter
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Isabell Rodde, 60 min
Lebhaftes Porträt dreier lesbischer Frauen: Hanne, die Leistungssportlerin, Christel, die Besitzerin der ersten Lesbenkneipen im Nachkriegs-Berlin und Wienke, die Lehrerin, politische Aktivistin und Schwester von Ulrike Meinhof (1934-1976).
common!motion!
Österreich 2005-? Regie/Redaktion/von: ?, 30 min
Queere Magazinsendung, die ab 2005 (bis 2008?) im lokalen Fernsehen Wiens ausgestrahlt wurde.
CSD Parade Köln
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: ?, 99 min
Zusammenschnitt des Christopher Street Day in Köln 2005.
Erik(A), der Mann, der Weltmeisterin wurde
Österreich 2005 Regie/Redaktion/von: Kurt Mayer, 86 min
1966 wurde die Österreicherin Erika Schinegger (geb. 1948 in Kärnten) Ski-Abfahrtsweltmeisterin in Portillo. Wenige Jahre später wurde bei einem medizinischen Test festgestellt, dass sie nach oben gewachsene Hoden hatte. Nach einer Operation wurde Erika zu Erik. Der Film dokumentiert diese Geschichte anhand von Bild- und Filmmaterial und anhand zahlreicher Interviews mit Jugendfreund_innen und Familienmitgliedern, die fast ausnahmslos bestätigen, dass Erikas äußere Erscheinung und Habitus schon immer "auffällig" waren. Diese unkommentierten Sichtweisen sowohl Erik Schineggers selbst wie auch seiner Weggefährten zementieren die herkömmliche Geschlechterdichotomie zusätzlich mit Anekdoten über die Abweichung von offenbar immer noch herrschenden Rollenbildern. Eine Abweichung – oder möglicherweise Zweigeschlechtlichkeit – erscheint hier als schreckliches Unglück, das über eine Person hereinbricht. Es kommt dem Autor des Films offenbar nicht in den Sinn, diese Schlussfolgerung auch nur ansatzweise in Frage zu stellen.
Halbes Leben (Yarim Hayatlar)
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Claudia Laszczak, Kay Wishöth
Drei Schwule, eine Lesbe und eine Transsexuelle berichten über ihr Coming out und vergleichen dabei ihre unterschiedlichen Erfahrungen in Istanbul und in Deutschland.
Homo-Ehe? Ich bin dagegen
Österreich 2005 Regie/Redaktion/von: ?
Barbara Karlich Show (Talkshow).
Irène Schweizer (Irène Schweizer)
Schweiz 2005 Regie/Redaktion/von: Gitta Gsell, 75 min
Hommage an die Jazzpianistin Irène Schweizer (geb. 1941), die neben zahlreichen musikalischen Kostproben und Statements auch ihre Beteiligung an feministisch-lesbischen Aktivitäten dokumentiert.
L-Mag (Polylux)
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 10 min
In der Sendereihe "Polylux" wird über den bundesweiten Start des neuen Berliner Lesbenmagazins "L-mag" berichtet.
Lola: Vier ungewöhnliche Paare
Deutschland/Frankreich 2005 Regie/Redaktion/von: ?, arte
Reportage über zwei lesbische Paare: Nach 15 Jahren Ehe trennt sich Clothilde von ihrem Mann und zieht mit Vanina zusammen.
Mama ist lesbisch! (Mama ist lesbisch – und was die Kinder dazu sagen)
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Medienprojekt Wuppertal, 25 min
Drei lesbische Familien erzählen von ihrem Leben mit Kindern ohne Männer. Sie berichten von Schwierigkeiten und Problemen, aber auch von Glück und Zufriedenheit; auch ihre Angehörigen beziehen Stellung.
Mitten im Malestream
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Helke Sander, 92 min
Frauenbewegungsgeschichte aus Helke Sanders (und einer Handvoll Feministinnen) Perspektive mit Schwerpunkt insbesondere auf 1968-1971, mit Seitenhieben auf lesbische Aktivistinnen.
Out of Istanbul (Out of Istanbul)
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Hatice Ayten, arte, 51 min
Dokumentation über Schwule, Lesben und Transgender in Berlin und Istanbul und über die Konflikte mit türkischen Traditionen.
Perser wird Perserin
Deutschland/Österreich 2005 Regie/Redaktion/von: Antonia Rados, 3Sat/ORF, 25 min
Reportage über Geschlechtsumwandlungen im Iran.
Telearena: Registrierte Partnerschaft
Schweiz 2005 Regie/Redaktion/von: ?, 90 min
Diskussionsrunde zum Thema Homo-Ehe mit religiösen Fundamentalisten und politischen Aktivist_innen.
Ulrike Folkerts bei Johannes B. Kerner
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 25 min
Ulrike Folkerts erzählt über ihr Buch "Das macht mich stark" und noch einmal über das Outing der "Bild"-Zeitung einige Jahre zuvor.
Die Zwanziger Jahre
Deutschland 2005 Regie/Redaktion/von: Heike Wilke, ARD, 45 min
Dreiteilige Doku in der ARD; im zweiten Teil "Tanz auf dem Vulkan" wird auch die Lesbenszene in Berlin kurz dargestellt. ZeitzeugInnen werden zu der damaligen Zeit befragt.
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2006
14 Grad ostwärts
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Nicole Volpert, 62 min
Dokumentation über vier junge polnische Aktivist_innen, die in Krakau gegen Homophobie kämpfen.
Clara B.
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Alexandru Solomon, arte, 52 min
Das fiktionale, aber exemplarisch gedachte Frauenleben einer Straßburgerin Jahrgang 1901, die als Fotografin arbeitete und viele Jahre ihres Lebens mit einer Deutschen zusammen war.
CSD Parade Köln
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: ?, Center TV, 90 min
Bilder vom Christopher Street Day in Köln 2006.
Generation CSD
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Tom Rexi Rewell, 48 min
Verschiedene Generationen geben Statements zum Christopher Street Day ab. Dabei zeigt der Film Ausschnitte aus früheren Paraden der siebziger und achtziger Jahre und vergleicht sie mit alternativen Formen in Berlin und der Off-Pride in Köln.
Hallelujah!
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, 5 min
Die Reaktion von homosexuellen Frauen und Männern auf den Papst-Besuch in Köln 2005.
Homosexualität im Tierreich
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Jessica Menendez, Bertrand Loyer & Stephane Alexandresco, 52 min
Mittendrin
Schweiz 2006 Regie/Redaktion/von: Salome Pitschen, 89 min
Porträt von Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, die von den Errungenschaften der Frauenbewegung profitieren, ohne sich mit ihr identifizieren zu können.
Schwul – na und? Wie modern ist Homosexualität heute?
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: ?, 60 min
Moderator Volker Panzer spricht in der Talkshow "Nachtstudio" mit dem Regisseur Rosa von Praunheim, dem Journalisten Jan Feddersen, dem Theoretiker Andreas Kraß und der Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann.
Tintenfischalarm
Österreich 2006 Regie/Redaktion/von: Elisabeth Scharang, 90 min
Dokumentation über Intersexualität.
Warum wir so gefährlich waren. Geschichte eines inoffiziellen Gedenkens
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Marie Schlingmann u. a., 50 min
Zwischen 1984 und 1986 versuchen Frauen der Ostberliner Gruppe "Lesben in der Kirche" (LiK) an mehreren Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück teilzunehmen. Zwanzig Jahre später erinnern sich vier dieser Frauen an die Ereignisse, Motive, an die harschen staatlichen Reaktionen und an die politische Arbeit in der Gruppe: Bettina Dziggel, Marinka Körzendörfer, Marina Krug und Susanne Lück.
Wer bist du, dass du sprichst
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Maria Binder, Verena Franke, 64 min
"Frauen und Transsexuelle aus Istanbul erzählen von ihrem Kampf für Gerechtigkeit und gesellschaftliche Veränderung. Sie haben öffentlich über die ihnen widerfahrene Folter gesprochen, weshalb einige der Frauen in einem bis heute dauernden Verfahren gerichtlich verfolgt werden. Die Anklage lautet auf „Beleidigung des türkischen Staates”. Im Mittelpunkt des Films steht nicht das erlittene Gewaltverbrechen, sondern der Umgang mit dem Erlebten. Der Film handelt von Frauen und Transsexuellen, die ihren Weg suchen zwischen selbstbestimmtem, emanzipiertem Leben und traditionellen, patriarchalen Wirklichkeiten." http://www.frauenfilmtage.at/de/2009/dokufilme.html, 6/2009
Wir wollen alles. Ein Film über 30 Jahre Frauenzentrum, Frauen- und Lesbenbewegung
Deutschland 2006 Regie/Redaktion/von: Julia Preuschel, Gabriele Reitermann, 55 min
Im Auftrag vom Feministischen Frauengesundheitszentrum Stuttgart e.V. und von Wildwasser Stuttgart e.V. entstand eine Dokumentation über öffentliche Aktionen zu den Themenbereichen Frauengesundheit am Beispiel des Feministischen Frauengesundheitszentrums Stuttgart und zu Gewalt gegen Frauen am Beispiel von Wildwasser Stuttgart.
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2007
CSD Parade Köln 2007
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, 99 min
Zusammenschnitt des Christopher Street Day-Umzuges in Köln 2007.
Doppelt anders?
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Florian Sachisthal, Jutta Tränkle, 63 min
Porträt von fünf Migrant_innen in Deutschland, die schwul bzw. lesbisch leben.
Ein Dschihad for Love (A Jihad for Love/In the Name of Allah)
USA/UK/Frankreich/Deutschland/Australien 2007 Regie/Redaktion/von: Parvez Sharma, arte/ZDF/logo, 81 min
Porträt schwul und lesbisch lebender Moslems, die mit ihrem Glauben hadern und/oder für Akzeptanz und Gleichberechtigung kämpfen.
East/West – Sex & Politics (East/West – Sex & Politics)
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, 85 min
Jochen Hick filmte die Vorbereitungen zum Gay Pride in Moskau, die Hindernisse und Hürden, die Vorurteile und Aggressionen, die die Organisator_innen überwinden müssen.
Hier läuft was!
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, 8 min
Ein Video über das Coming Out von Mädchen und Jungen von den Jugendgruppen JuLe und J.u.n.g.S. Leipzig.
Jamaika, Jagd auf Lesben & Schwule
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Stefan Rocker, ARD, 7 min
7-minütiger Reportagebeitrag innerhalb der Sendereihe "Weltspiegel": Es wird über Veranstaltungen berichtet, bei denen öffentlich zum Mord an Schwulen und Lesben aufgerufen wird. Interviewte bestätigen, dass es um die nicht schade sei. Am Beispiel eines toten Schwulen und einer übel zugerichteten Lesbe wird grenzenlose Hetze porträtiert, die von der Regierung nicht geahndet wird.
Kölner Treff
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 75 min
Kölner Treff (Talkshow) am 5.10.2007 im WDR, mit Klaus Wowereit und Talkshowmoderatorin Vera Int-Veen, die über ihr Coming out erzählen. Moderation: Bettina Böttinger.
Mit den Augen hören: Christa Plotzki
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Sabine Komm (Reportage), ZDF, 15 min
Magazinbeitrag über die gehörlose Bremerin Christa Plotzki. Sie arbeitet als technische Zeichnerin und unterhält sich auch mit ihrer Lebensgefährtin in Gebärdensprache.
Nan Goldin
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 13 min
Selbstporträt/Kommentare der Fotografin Nan Goldin zu ihren Bildern; Obertitel bei arte: Kontaktabzüge.
Oben ohne – Porträt eines Transsexuellen
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Yeliz Karapolat, Jai Wanigesinghe, Natascha Imfeld, 75 min, Medienprojekt Wuppertal
Porträt eines Musicaldarstellers, der im Körper einer Frau geboren wurde und zu einem Mann wird.
Prinzessinnenbad (Prinzessinnenbad)
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Bettina Blümner, 92 min
Porträt einer Gruppe migrantischer Jugendlicher, die in Berlin-Kreuzberg lebt. Eine der jungen Frauen erzählt am Rande von ihrer "Ex".
Schau mir in die Augen, Kleiner
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: André Schäfer, arte, 90 min
Anlässlich der Teddy-Verleihung bei der Berlinale 2007 wurde diese Dokumentation über die Geschichte und den aktuellen Status des schwulen Films gedreht. Mit Blick auf die ersten Teddys 1987 und auf Rosa von Praunheim 1970 und "Die Konsequenz" 1977 wird vor allem schwulen Belangen nachgespürt. In den letzten 30 Minuten kommen ein paar Lesben (u. a. Guinevere Turner) und lesbische Filmemacherinnen (u. a. Alex Sichel) zu Wort; Angelina Maccarone darf ein paar Sätze zu "Fremde Haut" sagen, aber eigentlich geht es permanent um männliche Homosexualität, die – so fasst es Wieland Speck dann schließlich zusammen – inzwischen eher mit "queer" umrissen wird: Jede Art der Grenzüberschreitung (nicht nur sexueller Art), jeder Verstoß gegen gesellschaftliche Normen kann jetzt unter diesen Begriff subsumiert werden.
Schwulsein auf Italienisch (Homophobie à l'italienne)
Österreich/Italien 2007 Regie/Redaktion/von: Gustav Hofer, arte, 57 min
Der Österreicher Gustav Hofer lebt mit seinem Freund, dem Italiener Luca, zusammen. Gemeinsam verfolgen sie die politischen Diskussionen in Italien, die sich zunächst für und dann gegen die Homoehe aussprechen.
Teddy Award 2007
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, arte
Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2007.
Tote Schwule – lebende Lesben (Dead Gay Men and Living Lesbians)
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, ZDF, 85 min
Porträtiert werden DJ Ipec, Manuela Kay (geb. 1964), Mahide Lein, Laura und Silke Radosh, Maren Kroymann (geb. 1949), Walter Schwarze (gest. 1998), Joe Luga (1920-?) und Albrecht Becker (1906-2002).
Travel Queeries
USA/Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Elliat Graney-Saucke, 96 min
Durch Interviews und Performance-Kostproben queerer Personen in diversen europäischen Städten entwirft die Dokumentation ein vielfältiges Bild queerer Präsenz in Europa.
Vis-à-Vis: Miriam Meckel
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: ?, SF, 60 min
Moderator Frank A. Meyer interviewt Miriam Meckel (geb. 1967), Kommunikationswissenschaftlerin und Redakteurin, zu ihrem Leben und zu ihrem gemeinsamen Coming out mit ihrer Lebensgefährtin, der Journalistin Anne Will.
Von heute an! Anke Schäfer, die Frauenbewegung und die Lesben
Deutschland 2007 Regie/Redaktion/von: Uli Bez, 75 min
Dokuporträt über Anke Schäfer (geb. 1938), Gründerin u. a. des Wiesbadener Frauenbuchladens, FLV (Frauenliteraturvertrieb) und des Literaturmagazins "Virginia". Zu Gast Carolina Brauckmann.
Working on it (Working on it)
Deutschland/Schweiz 2007 Regie/Redaktion/von: Karin Michalski, Sabina Baumann, 50 min
15 Darsteller_innen performen zum Thema "Geschlecht und Identität". Sie geben Statements ab, machen Musik und diskutieren Fragen um Identitäten.
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2008
Bana bak – Schau mich an
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Ayla Gottschlich, 62 min
Porträt der Aktivistin Nevruz Ebru Aksu, die in Istanbul um ein selbstbestimmtes Leben jenseits von heteronormativen Identitätszuschreibungen kämpft.
"Das Burlebüble mag i net" – Bewegte Lesben in Ost und West Berlin
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Anke Schwarz, Sandra (Luka) Stoll, Roman Klarfeld, 43 min
Mit den lesbenbewegten Protagonistinnen Cristina Perincioli (BRD) und Ursula Sillge (DDR), die jeweils von ihren Aktivitäten der vergangenen Jahre berichten. Der Dokumentarfilm ist am Kulturwissenschaftlichen Seminar der HU, im Videoseminar “Parallele Biografien Ost-West” entstanden (Sommersemester 2008 bei Christina von Braun).
Claudette (Claudette)
Schweiz 2008 Regie/Redaktion/von: ?, 65 min
Porträt der 49-jährigen Claudette, die als Intersexuelle geboren wurde und ein Doppelleben führte.
CSD Köln
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: ?, WDR
Zusammenfassender Bericht zum Christopher Street Day in Köln 2008.
CSD Nordwest 2008 – Die große Reportage
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Manfred Scholz, Oliver Rosenthal, 40 min
TV-Reportage über den Christopher Street Day 2008 in Oldenburg.
CSD Stuttgart und Hocketse der AIDS-Hilfe 2008
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Schwulst.de, 9 min
Dokumentation über den CSD in Stuttgart 2008, mit zahlreichen Interviews von Teilnehmenden und Passant_innen.
Gefährliche Liebschaften
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: ?, SWR, 10 min
Mit dem Themenschwerpunkt "Gefährliche Liebschaften" befragt Wieland Backes in seinem "Nachtcafé" auch die Moderatorin Ramona Leiß (geb. 1957) nach ihrem späten Coming out, das sie im Mai 2008 öffentlich machte. Sie hatte in den Achtzigern eine Beziehung mit der 2005 verstorbenen Schlagersängerin Hanne Haller (1950-2005).
Geschlecht im Spiel
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Uta Hörmeyer, Sasha Noel Ahorn und Dani Bahl
Ein Dokumentarfilm, unterwegs in Berlin zwischen Theater und Performance, Alltag, Subversion und der Frage nach der Inszenierung von Geschlecht.
Das große Tabu: Homosexualität und Fußball
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Aljoscha Pause, DSF, 42 min
Überzeugende Dokumentation als Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz im Ballsport. Unter anderem wird Theo Zwanziger interviewt, der verspricht, jeden homophoben Übergriff zu ahnden.
Homo-Ehe
Österreich 2008 Regie/Redaktion/von: P. Kanduth, H. Lazar, ORF 2, 10 min
Innerhalb der Sendereihe "Report" wird über die kontroversen Positionen innerhalb der österreichischen Partei ÖVP zur gleichgeschlechtlichen Verpartnerung berichtet. Der Koalitionspartner, die Partei SP, hat den Vorschlag eingebracht, aber Streit entzündet sich über die Zeremonie im Standesamt. An die Kurz-Reportage schließt sich eine Statistik der Umfrageergebnisse zum Thema Homo-Ehe in Österreich an.
Homosexuell und dennoch Christ
Österreich 2008 Regie/Redaktion/von: Frederick Baker, Sandra Fasolt, 3Sat, 45 min
In der Reihe "kreuz und quer" porträtiert die Reportage homosexuelle Christ_innen, die immer wieder in Konflikt mit kirchlichen Normen und Regeln geraten.
Mama, ich bin schwul! – Jugendliche und ihr Coming-out
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Rita Knobel-Ulrich, ARD, 30 min
Reportage über sich outende Teenager_innen.
Mami, Mama, drei Kinder – Ein lesbisches Paar und sein Nachwuchs
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Antonella Berta, 30 min
Reportage über eine lesbische Familie in Konstanz.
Müssen Homosexuelle therapiert werden?
Deutschland 2008? Regie/Redaktion/von: Cornelius Janzen, HR, 6 min
6-minütiger Reportagebeitrag in der Reihe "defacto" über die konservativ-christliche Organisation "Wüstenstrom" und ihr Bestreben, Homosexualität als Krankheit zu stigmatisieren und langfristig "zu heilen". Die Reportage zeigt das Beispiel Marburg, wo ein entsprechender Kongress stattfinden sollte, gegen den das "Bündnis gegen Sexismus und Homophobie" vorgeht; Frauen und Männer des Bündnisses kommen zu Wort. Siehe zur Problematik von Konversions- und reparativen „Therapien“ und den Praktiken von Wüstenstrom und ähnlichen Organisationen wie „Living Waters“ einen Text der promovierten Psychologin Gisela Wolf auf dem Portal Lesbengesundheit: www.lesbengesundheit.de/files/GiselaWolf2.pdf.
Die Pornografinnen
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Marita Neher, ZDF/arte, 50 min
Interviews mit Pornofilmerinnen und mit der Verlegerin Claudia Gehrke (Konkursbuch-Verlag) zur Frage der ‚Abbildung’ weiblicher Körper.
Porträt: Therese Giehse
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: ?, BR, 6 min
Kurzporträt über Therese Giehse anlässlich des Buches über ihr Leben (2008) von Renate Schmidt, die auch kurz zu Wort kommt und Giehses langjährige Beziehung zu Erika Mann erwähnt.
Schwule & Lesben: Ihr seid doch grässlich?!
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: ?, Sat1
Vera (Talkshow).
Science of Horror – Wenn die Kettensäge zum Penis wird
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: Katharina Klewinghaus, 82 min
Untersuchung zum Thema Geschlechterrollen und Gender im Horrorfilm.
Solang der mich nicht anpackt: Report zum CSD Wuppertal
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: LesbiSchwule Jugendgruppe Wuppertal, 16 min
Reportage zum Christopher Street Day in Wuppertal am 12. Juli 2008.
Teddy Award 2008
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: ?, arte
Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2008.
Die wärmste Ecke im Osten... – Leben und Aufbegehren von Lesben und Schwulen in der Hauptstadt der DDR
Deutschland 2008 Regie/Redaktion/von: VideoAG Berlin
"Lesben und Schwule in der DDR der 50er und 60er Jahre führten – wie auch Homosexuelle in der Bundesrepublik – meist ein Leben im Verborgenen. Erst unter dem Eindruck der 68er Revolte in Westeuropa, deren Welle der sexuellen Aufklärung mit dem Praunheim-Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ auch in den Osten schwappte, begann sich Anfang der 70er Jahre eine Emanzipationsbewegung von Lesben und Schwulen im „Arbeiter- und Bauernstaat“ zu formieren. Jugendliche der Video-AG „(L)Einwand“ (Juventus e.V.) haben sich in Zusammenarbeit mit dem Sonntags-Club auf Spurensuche in die schwul-lesbische Historie begeben. Schwerpunkt der Recherchen war die „wärmste Ecke im Osten“ zwischen „Rue de Galopp“ und „Busche“. In Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern – u.a. mit Michael Unger (Sonntags-Club), Dr. Ursula Sillge (Lila Archiv) und Helga Wenzel („Burgfrieden“) – spüren sie Lebensgeschichten respektive Ausgrenzungs- und Verfolgungserfahrungen von Homosexuellen in der DDR nach." (Sonntagsclub-Info, 2/2009)
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2009
Alltag eines Transmannes
Deutschland 200? Regie/Redaktion/von: ?
Björn ist in der DDR aufgewachsen, hatte 1991 sein Coming out und vor 13 Jahren seine Geschlechtsangleichung.
Auf Schrott-Tour durch den Pott – Unterwegs mit zwei Müllsammlerinnen im Ruhrgebiet
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Simone Reiners, RTL, 15 min
Sabine und Ute sind verpartnert und waren damit die ersten in ihrem Bezirk in Gelsenkirchen. Sie verdienen sich Teile ihres Lebensunterhalts als Schrottsammlerinnen; die Reportage zeigt ihren Arbeitsalltag.
Berlin: "Nur ein Missverständnis? Eiskalte Homophobie am Nollendorfplatz"
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Miguel-Pascal Schaar, 7 min
Reportage über einen homophoben Eisverkäufer ("Dolce Freddo") in der Berliner Maaßenstraße. Sowohl Schwule als auch Lesben sind mit ihm aneinandergeraten, weil er beleidigend und aggressiv wurde. Das Öffentlichmachen hat zu einer größeren Demonstration am 9. Mai 2009 in Schöneberg geführt, bei der die Interviews für die Reportage entstanden sind.
Coming out: Die Liebe zum eigenen Geschlecht
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Anja Gerloff, Pippa Nachtnebel, Thule Möller; 90 min
Mehrere Schwule und Lesben werden zu ihrem Coming out interviewt.
CSD Köln 2009
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 30 min
Reportage über den Kölner Christopher-Street-Day am 5. Juli 2009.
CSD-Parade Köln 2009
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, CenterTV, 180 min
Anscheinend im Auftrag des neuen Senders TIMM gedrehte ausführliche Reportage zum Kölner CSD am 5. Juli 2009, die wie im Vorjahr etwas unter den ungeübten und arg stotternden Reportern leidet. Gezeigt wird die komplette Parade; ausgewählte Gruppen und Zuschauer_innen werden am Rande interviewt..
Evangelikale auf antischwuler Mission
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, 3sat, 8 min
8-minütiger Reportagebeitrag innerhalb der Sendereihe "Kulturzeit" über evangelikale Missionierungsbewegungen. Interviewt wird der Liedermacher Tom Haus, der für seine Homosexualität bestraft werden sollte. Ein Bericht bezieht sich auf die Aktion "ProChrist" in Chemnitz, die fundamentalistische Bibelexegese betreibt.
Fett und lesbisch – Beth Ditto: Die Punk-Lady von Karl Lagerfeld
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF
Minutenreportage über eine Begegnung zwischen der Musikerin Beth Ditto und dem Mode-Designer Karl Lagerfeld innerhalb des Kulturmagazins "Aspekte" im ZDF; Moderation: Luzia Braun.
frau tv: Plötzlich lesbisch
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 10 min
Kurzbericht innerhalb der Reportageserie "frau tv" (Moderation: Christine Westermann).
Gemeinsam stark – Jaecki Schwarz und Maren Kroymann zu Gast
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, NDR, 120 min
Die zweistündige "NDR Talk Show", moderiert von Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt, beginnt mit dem Gesprächspartner Jaecki Schwarz, der u. a. sein Engagement für die Initiative "Queer Nations" erwähnt. Maren Kroymann, die sich ebenfalls hier engagiert, erläutert die Hintergründe. Ansonsten geht es nicht um Homosexualität, sondern, trotz Ankündigungsversprechen, um die Porträts der anderen Gäste.
Gewalt gegen Schwule und Lesben
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Katja Eichhorn, ZDF, 5 min
Reportage (innerhalb der Sendereihe "Volle Kanne") über die nach wie vor andauernde Homophobie in der Gesellschaft, u. a. am Beispiel einer jungen Frau, die überfallen und vergewaltigt wurde, weil sie lesbisch ist. Auch ein junger Schwuler wurde misshandelt. Die Reportage wirbt für das Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin.
Heimat, fremde Heimat
Österreich 2009 Regie/Redaktion/von: ?, ORF2, 30 min
Das Magazin "Lichterkette" gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuelle und Transgender-Personen. Moderatorin: Silvana Meixner.
Homophobie unter Jugendlichen
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, 3Sat, 6 min
Kurzreportage innerhalb des Magazins "Kulturzeit" über neue und alte Schwulenfeindlichkeit, besonders an Schulen. Mit Statements von Comiczeichner Ralf König und Filmemacher Patrick Greifzu; außerdem Ausschnitte aus Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1971) und Ang Lees "Brokeback Mountain" (2005).
Homosexualität – eine politische Frage?
Frankreich/Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 7 min
Reportage im Rahmen der Diskussionsrunde "Forum der Europäer" auf arte.
Kontroverse um ersten Lesbenfilm in Ägypten
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, AFP?, 2 min
Reportagebeitrag über die Empörung der ägyptischen Öffentlichkeit/der Zensur gegen den neuesten Film ("Außer Kontrolle") von Hani Girgis Fausi, in dem es u. a. um zwei Lesben geht.
Lesben und Schwule an die Macht!
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 75 min
In der Talkshow "Menschen bei Maischberger" spricht Moderatorin Sandra Maischberger mit Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin, SPD), Norbert Geis (CSU), zwei schwulen Paaren, einem Therapeuten, der früher homosexuell gelebt hat, und mit der Schauspielerin Maren Kroymann – die sie jedoch selten zu Wort kommen ließ. Die meiste Redezeit erhielt der homophobe Politiker Geis, dem Wowereit gelassen zu kontern versuchte. Maischberger gelang es jedoch nicht, die von Geis hervorgebrachten Diskriminierungen kritisch zu diskutieren, so dass die Sendung selbst einen homophoben Unterton bekam.
Lesben Lieder Liebe
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF/arte, 52 min
Kultursendung über Lesben in den Medien: Beispielerwähnungen u. a. von Ellen DeGeneres, Anke Schäfer, Simone de Beauvoir und der Riot-Grrrls ("Lesbians on Ecstasy", "Le Tigre" etc.)
Die neue Homophobie – Igitt, zwei küssende Jungs!
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 40 min
"Ich bin schwul, und das ist auch gut so. Meint man. Ob in Vorabendserien, Castingshows oder Kinofilmen: Homosexuelle scheinen völlig akzeptiert, auch unter Jugendlichen. Begibt man sich aber auf einen deutschen Schulhof, sieht die Sache ganz anders aus. Die Abneigung und Diskriminierung von Jugendlichen gegenüber Schwulen und Lesben hat massiv zugenommen. Kultur und Alltag sprechen verschiedene Sprachen. west.art blickt dahinter und fragt Betroffene und Künstler: Ist es Zeit für eine neue kreative Homo-Bewegung?" (Ankündigungstext, in der Reihe "WestArt")
Party in der Motzstraße
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Tobias Körner, Wolfram Emter, Katja Klüting u.a., TIMM, 25 min
"TiMM DOKU über das lesbisch-schwule Stadtfest Berlin. Das Lesbisch-schwule Stadtfest rund um die Berliner Motzstraße ist seit Jahren der Auftakt der CSD-Woche der Hauptstadt. Schwule, Lesben, ihre Freunde und Familien, Künstlerinnen und Künstlern und über hundert Vereine und Verbände treffen sich im Herzen der Stadt. Die Dokumentation zeigt 24 Stunden des Stadtfestes vom Aufbau bis zum großen Kehraus." Quelle: www.timm.de, 7/2009
Pornoprotokolle
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Isabella Willinger, 70 min
"Pornographie ist überall. Für wen wird diese Bilderflut gemacht? Befriedigt mich das? Spiegelt es meine Wünsche wieder, formt es meine Sexualität? Wer kassiert dabei und wie sind die Arbeitsbedingungen der Darsteller_innen? Der Film dokumentiert Begegnungen mit Akteur_innen der Pornoindustrie und mit Vertreter_innen der Queer-Szene, die mit Pornographie als emanzipatorischem Mittel arbeiten." Aus dem Programmheft "globale 2010", 27.5. - 2.6.2010 in Berlin.
Schwule und Lesben – Noch immer Menschen zweiter Klasse?
Österreich 2009 Regie/Redaktion/von: ?, ORF2
Talk im Rahmen der Serie "Club 2": Warum werden Schwule und Lesben in Österreich häufig immer noch als Menschen "zweiter Klasse" behandelt?
Schwul-lesbisches Filmfest Bremen 2009
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?
Kurzreportage innerhalb des Magazins "buten un binnen". Moderation: Katja Pietsch und Roland Warmbein.
SiegessäuleTV: "Täglich gegen Homophobie!" – Berlin erinnert an die Opfer von Tel Aviv
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Miguel-Pascal Schaar, 5 min
Anlässlich des Attentats auf ein schwul-lesbisches Jugendzentrum in Tel Aviv am 1. August 2009, bei dem ein 17-jähriger und ein 24-jähriger erschossen wurden, wurde am 4. August in Berlin mit der Demonstration "Smash Homophobia" der Toten gedacht. TeilnehmerInnen drücken ihre Trauer und ihre Bestürzung aus.
Sternstunde Religion: Kirche und Homosexualität – Ein zwiespältiges Verhältnis
Schweiz 2009 Regie/Redaktion/von: ?
Diskussion über die Haltung der Kirche zur Homosexualität.
Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Aljoscha Pause, DSF, 60 min
Ein Jahr nach seiner Dokumentation über Homosexualität im Fußball berichtet der DSF über die Entwicklungen im Sport und bei den Personen, die in der ersten Dokumentation vorgestellt wurden. Das Filmteam begleitet den ersten DFB-Auftritt beim Kölner CSD und wirft auch einen Blick auf die internationale Situation.
Tamara Schneider: "Wir werden ermordet. Homophobie ist Rassismus!" – Solidarity with LGBT Tel Aviv
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, 10 min
Nach dem Attentat auf ein schwul-lesbisches Jugendzentrum in Tel Aviv am 1. August 2009, bei dem zwei junge Männer getötet und zahlreiche andere verletzt wurden, gab es am Berliner Nollendorfplatz dazu eine Smash Homophobia-Demonstration. Dazu verliest die Israelin Tamara Schneider ein ausführliches Statement zu dem Anschlag.
Teddy Award 2009
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: ?, arte
Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2009. Moderation: Annette Gerlach.
Unerhört lesbisch
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Jennifer Söhn, 19 min
Zwei lesbische Frauen, Manuela und Erika, sind hörgeschädigt. Sie erzählen aus ihrem Leben, über ihr Coming out, ihre erste Liebe. Die Interviews werden in Gebärdensprache geführt.
Verliebt, verzopft, verwegen
Österreich 2009 Regie/Redaktion/von: Katharina Lampert, Cordula Thym, 58 min
Dokumentation über lesbisch-schwules Leben im Wien der fünfziger und sechziger Jahre. Im Mittelpunkt von Katharina Lamperts und Cordula Thyms Projekt stehen Interviews mit drei Zeitzeuginnen, die sich zu jener Zeit in der Szene bewegten und darüber berichten.
Von Lust und Laster: Deutsche Sittengeschichten
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Frank Otto Sperlich, Lutz Rentner, WDR, 90 min
Die Doku untersucht den Sittenbegriff vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, verfolgt den Umgang mit Prostitution in den einzelnen Jahrzehnten und Regierungsformen und streift dabei auch homosexuelles Leben. Durch Interviews mit fiktiven Zeitzeug_innen soll Alltagsgeschichte plastischer werden; dies gerät jedoch an einigen Stellen spekulativ.
ZDF heute: Verfassungsgericht stärkt Homo-Ehe
Deutschland 2009 Regie/Redaktion/von: Joachim Pohl, ZDF, 2 min
Kurzbericht über die Entscheidung des Verfassungsgerichts, homosexuelle Angestellte des öffentlichen Dienstes den anderen Angestellten, die verheiratet sind, gleichzustellen.
Zoom Europa: Homosexuelle und Europa
Deutschland/Frankreich 2009 Regie/Redaktion/von: Matthias Ebert, arte, 23 min
Reportage über die unterschiedlichen Rechtslagen in europäischen Ländern: Obwohl Homosexualität bereits in vielen Staaten legalisiert, auch die sogenannte Homo-Ehe eingeführt und in sehr wenigen das Adoptionsrecht angepasst wurde, müssen Homosexuelle nach wie vor mit Diskriminierungen und gewalttätigen Übergriffen im Beruf und im Alltag rechnen.
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2010
CSD 2010 – Bilder und Geschichten des Tages
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, RBB, 45 min
Reportage über den Berliner CSD und die dazu gehörige Demonstration am 19. Juni 2010, mit fünf Geschichten von Teilnehmer_innen.
CSD Köln 2010
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: André Schäfer, Oliver Bätz, WDR, 30 min
Kurzbericht über die Vorbereitungen und den CSD am 4. Juli 2010 in Köln.
CSD Köln 2010
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, CenterTV, 206 min
Berichte und Bilder vom CSD am 4. Juli 2010 in Köln.
DJ Ipek und die "transkulturelle Völkerverständigung"
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Sandra Luzina, Ion Casado, Tom Weichenhain, arte
Im Arte Journal wird über die deutsch-türkische DJane DJ Ipek berichtet, die u. a. im Berliner "SO36" auflegt und sich für gesellschaftliche Minderheiten einsetzt.
Gay Games 2010 – Eröffnungsfeier
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Martin Hommel, CenterTV, 200 min
Live-Übertragung der Eröffnungsveranstaltung der Kölner Gay Games am 31. Juli 2010 aus dem RheinEnergieStadion. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht; Taylor Dayne singt die offizielle Hymne "Facing a Miracle".
Hermaphrodite – Phoebes intersexuelle Abenteuer
Schweiz 2010 Regie/Redaktion/von: ?, 60 min
Die junge Phoebe erfuhr erst in der Pubertät, dass sie eine Androgenresistenz hat und intersexuell ist. Sie wurde mit männlichen Chromosomen geboren und mit Hoden, die in den Bauch gewachsen waren.
Höher, weiter, schwul: Die Kölner Gay Games
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, RTL, 30 min
Reportage über die Eröffnungsfeier der Kölner Gay Games 2010; dazu werden einige schwule Sportler befragt.
Hollywood-Skandale
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Eckhart Schmidt, 74 min
Interviews zu Skandalen von den zehner Jahren bis in die Gegenwart, zu Fatty Arbuckle, Wallace Reed, Randolph Hearst, Sal Mineo, Rock Hudson und zu Homosexualität. Autor Robert Hofler sagt, Hudsons Ehefrau, Phyllis, die Sekretärin von Henry Willson, sei eine "stadtbekannte Lesbe" gewesen. Steven Gaydos meint, Homosexuelle hätten es schwer in Hollywood, aber das Publikum würde sich eben mit den romantischen Liebesbeziehungen identifizieren wollen, das ginge mit homosexuellen Darsteller_innen nicht so gut. Die Statements der Interviewten werden unkritisch dargestellt und geben den sich äußernden Autoren und Journalisten Deutungsmacht. Weitere Skandal-"Fälle": Jean Harlow, Lana Turner, Marilyn Monroe und John F. Kennedy, Tippi Hedren und Alfred Hitchcock, Natalie Wood, Roman Polanski, O. J. Simpson, Jean Seberg und schließlich Michael Jackson.
"Ich bin Muslima, ich bin lesbisch"
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, ? min
Kurzreportage innerhalb von "frau tv" mit Lisa Ortgies. Zitiert wird u. a. Seyran Ates mit ihrem Buch "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution"; Fatma Sonja Bläser schildert die Situation junger lesbischer Frauen, von deren Lebensgeschichten sie in ihrem Beratungsverein "Hennamond" erfahren hat.
Ich will ein Baby ohne Mann
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Iris Bettray, ZDF, 28 min
ZDF-Reportage in der Reihe "37 Grad" über Frauen, die mithilfe einer Samenbank schwanger werden wollen; darunter auch ein lesbisches Paar, das unermüdlich jeden Cent spart, um im Ausland eine Samenspende kaufen zu können - weil es ihnen in Deutschland verboten ist.
Janis Joplin: Die zwei Leben der Janis Joplin (Love, Janis)
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Ray Müller, arte, 52 min
Ray Müller porträtiert die legendäre Rock-Ikone Janis Joplin (1943-1970), die mit ihrer Stimme und ihren unkonventionellen Auftritten Musikgeschichte schrieb. Einige Zeitzeug_innen kommen zu Wort, von denen einer ihre selbstbewusste Bisexualität erwähnt. Der Off-Kommentar der Dokumentation jedoch bescheinigt der Sängerin klischeehaft Probleme mit ihrem Äußeren und verortet sie oberflächlich bei den Hippies. Laut Doku nahm Joplin eine Überdosis, als sie gerade auf der Höhe ihres Ruhms war.
Liebe Pauline
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Sabine Michel, 3sat, 29 min
Sehenswerte Reportage in der 3sat-Reihe "Mädchengeschichten" über die 17-jährige Pauline, die in Ost-Berlin aufgewachsen ist und mit 14 ihr Coming out hatte. Sie erzählt von ihrem Coming out; die Doku ist in den Alltag der Familie eingebettet.
Die Lust der Frauen
Österreich 2010 Regie/Redaktion/von: Gabriele Schweiger, 61 min
TV-Dokumentation (mit Kinoauswertung), die das Sexualleben von Frauen, die über 60 Jahre sind, in den Blick nimmt. Unter den fünf Porträtierten lebt eine Frau eine lesbische Romanze.
Mama Mama, Papa Papa
Schweiz 2010 Regie/Redaktion/von: Remo Hegglin, Cesare Macri, 60 min
Dokumentarfilm über Freud und Leid von Regenbogenfamilien. Nicht nur homosexuelle Paare und deren Kinder kommen zu Wort, sondern auch Fürsprechende des konventionell heterosexuell ausgerichteten Familienmodells.
Mama lesbisch, Papa schwul – Wenn Homosexuelle Familien gründen
Schweiz 2010 Regie/Redaktion/von: Lisa Röösli, SF1, 25 min
In der Reihe "Reporter" berichtet eine Reportage über die Situation homosexueller Familien in der Schweiz, die gleichgeschlechtlichen Paaren den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin und Adoption verbietet. Zwei Frauen haben mittels einer Samenspende eine Familie gegründet. Die Journalistin Lisa Röösli begleitet außerdem einen schwulen Mann, der seinen Kinderwunsch gemeinsam mit zwei Lesben verwirklichen will.
Männlich. Weiblich. Oder was?
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Uta Kolano, MDR, 45 min
Sehr eng in einer heteronormativen Mann-Frau-Polarität sowie dem Biologismus verhaftete Reportage mit Beiträgen über "Zwittrigkeit" bei Schnecken (kolportiertes Forschungsergebnis: Zwittrige Schnecken wollen immer die männliche Rolle übernehmen und sind konfliktanfälliger als kooperative eingeschlechtliche), über Intersexuelle, Männerselbstfindungsseminare (These des Seminarleiters: Die archaische Rolle des Mannes ist der Krieger), Trans* und Homosexuelle.
Mann sucht Mann – Frau sucht Frau
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 45 min
Im Format "Menschen hautnah" zeigt der WDR eine Reportagereihe über Beziehungen und legt in dieser Folge den Fokus auf die Partner- bzw. Partnerinnensuche und den Alltagsfrust homosexueller Singles, die u. a. übers Internet Kontakt suchen.
Markus Lanz: Unser Problem sind die Normalen
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 65 min
Talkshow mit Markus Lanz, in der u. a. neben einem Psychiater und Ralph Morgenstein eine lesbisch lebende Frau, die anonym bleiben möchte, und die "Lesbischer-Herbst"-Aktivistin Yvonne Ford zum Thema Lesbischsein zu Wort kommen.
New York Memories
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, Buch: Rosa von Praunheim, Anna Steegmann (Mitarbeit), WDR/BR, 90 min
Nach mehr als 20 Jahren kehrt Rosa von Praunheim nach New York zurück und befragt die dort immer noch ansässigen beiden Frauen aus seiner Dokumentation Überleben in New York (1989). Anna Steegmann hat nach mehreren Jahren Lehrerinnentätigkeit, deren grundlegendes Studium sie als Go-Go-Tänzerin finanzierte, erneut umgesattelt und hält nun Seminare zu kreativem Schreiben. Claudia hatte die Stadt zwischenzeitlich verlassen, kehrte jedoch wieder zurück, als sie sich in die New Yorkerin Barbara verliebte. Praunheim vergleicht seine ersten revolutionären Metropolen-Eindrücke von 1971 (z. B. Gay Pride) mit den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, wobei AIDS und die Ereignisse des 11. September 2001 gestreift werden. Neben einigen anderen Interviews in Praunheims Bekanntenkreis wird auch der 14-jährige Sohn von Praunheims einstigem Kameramann befragt, der als Mädchen geboren wurde, sich jedoch als Junge fühlt und so behandelt werden will.
Die Schulstunde als Talkshow: Homophobie
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Stefan Manke, Clara Walther, WDR, 15 min
In der Reihe "Planet Schule" beschäftigt sich eine Moderatorin mit dem jungen Timo, der in seiner Schule in Gelsenkirchen gemobbt wird, weil er sein Schwulsein nicht verheimlicht. Sie spricht mit den Schülern, geht mit Timo zu diversen Beratungsstellen (u. a. "Schule der Vielfalt") und vermittelt ihm hilfreiche Kontakte zu schwul-lesbischen Jugendzentren, die ihn so stärken, dass er von einem Schulabbruch absieht und sich gegen die Homophobie in seiner Klasse zur Wehr setzt.
Schwul im Sauerland (Tag 7: Schwul im Sauerland)
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, 20 min
Christine Zühlke fragte nach einer Reportage im Frühling, in der ein junger Mann sich in seinem Heimatdorf geoutet hatte, welche Folgen das für ihn hatte.
Schwule Sau – Der neue Hass auf Homosexuelle
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, WDR, 45 min
In der Reihe "die story" geht die Dokumentation der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den Schulen nach und zeigt auf, dass ein Coming out selten vom Lehrpersonal unterstützt wird.
Stonewall in Wien – Chronik einer lesbisch-schwulen-transgender Emanzipation
Österreich 2010 Regie/Redaktion/von: ?, Queer Lounge, 120 min
Das TV-Magazin Queer Lounge stellte aus zahlreichen Interviews und Gesprächen, die von den Grünen und dem Zentrum QWIEN mit Zeitzeug_innen initiiert worden waren, eine Dokumentation zusammen, die Einblick in das queere Leben in Wien seit den fünfziger Jahren gibt.
Susan Sontag – Denkerin und Diva
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Birgitta Ashoff, arte, 90 min
Porträt über Susan Sontag (1933-2004), Essayistin und Schriftstellerin, die von 1988 bis zu ihrem Tod eine Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz lebte. Die Doku fokussiert jedoch besonders das Jahr 2003; interviewt werden daher Sontags „große Liebe“ Lucinda Chiles, der Schriftsteller und Freund Paul Auster u. a.
Tabu Intersexualität – Menschen zwischen den Geschlechtern
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Britta Dombrowe, 52 min
Dokumentation über eine intersexuelle Frau, die den Chirurgen verklagt, der sie nach der Geburt irreversibel "zum Mann" zwangsoperiert hatte.
Teddy Award 2010
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min
Erstmals ein längerer Zusammenschnitt der Gala anlässlich der Preisverleihung zur 60. Berlinale im Februar 2010. Moderatorin Annette Gerlach fehlte wiederholt jegliches politisches Bewusstsein; so stellte sie beispielsweise einen transgender Inder als "wahren Exoten" vor ... Der diesjährige Publikumspreis ging an "The Kids are all right" von Lisa Cholodenko. Leider ist dem Zusammenschnitt ein deutscher Off-Kommentar unterlegt, der zwanghaft versucht, locker und witzig zu sein.
Too Much Pussy. Feminist Sluts, a Queer X Show
Frankreich/Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: Emily Jouvet, Wendy Delorme, 80 min
Dokumentation einer eigens für diesen Film initiierten Europatour von sieben Sex-Performance-Künstlerinnen, die in verschiedenen europäischen Großstädten Sexualität in vielen Variationen inszenieren.
Unter 4 Augen: Maren Kroymann
Deutschland 2010 Regie/Redaktion/von: ?, BR, 30 min
Moderatorin Sabine Sauer plaudert mit der Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann (Jg. 1949).
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2011
Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992 (Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992)
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Dagmar Schultz, 84 min
Dagmar Schultz hat materialreich Videomitschnitte und resümierende Interviews zur politischen Aktivistin und Poetin Audre Lorde (1934-1992) recherchiert und zusammengestellt. Die sich selbst als "black, feminist, lesbian, mother, poet warrior" bezeichnende Audre Lorde besuchte Berlin zwischen 1984 und 1992 häufiger und hielt hier Vorträge und Seminare zu schwarzen Schriftstellerinnen. Dabei thematisierte sie Rassismus und forderte zur Auseinandersetzung über diese Herrschaftsform auf: Sie trug für Weiße entscheidend dazu bei ein Bewusstsein für Privilegien einerseits und für Diskriminierungen andererseits zu schärfen. Gleichzeitig ermutigte sie insbesondere afro-deutsche Frauen, sich zu organisieren und gemeinsam politisch aktiv zu werden. Dagmar Schultz ist eine beeindruckende Hommage an die 1992 an Krebs gestorbene Poetin gelungen, die mit ihrem Denken neue Impulse setzte und nicht nur die Berliner Szene, sondern auch die von Weißen dominierte Frauen- und Lesbenbewegung bundesweit maßgeblich beeinflusste. Siehe zum Film auch www.audrelorde-theberlinyears.com/deutsch/index_de.html.
Christopher Street Day 2011
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: André Schäfer, WDR, 45 min
Anlässlich der CSD-Parade am 3. Juli 2011 werden das Stadtfest und die CSD-Atmosphäre in Köln porträtiert.
CSD 2011 in Köln
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Martin Hommel, Center TV, 210 min
Live-Berichterstattung von der Parade in Köln, mit Hintergrundberichten und Interviews, diesmal ist unter den ModeratorInnen auch die szenekundige Tina Stotz.
Christopher Street Day 2011
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Daniel Berlin, RBB, 60 min
Reportage über den Christopher Street Day 2011 in Berlin-Mitte.
DDR unterm Regenbogen
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, Andreas Strohfeldt, RBB, 45 min
Dokumentation über die Geschichte der Homosexuellen in der DDR: Der § 175 in der DDR wurde 1968 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und durch den für Schwule und Lesben geltenden § 151 ("Verbot von homosexuellen Handlungen mit Jugendlichen unter 18 Jahren") ersetzt. Außerdem führte das Ministerium für Staatssicherheit "Rosa Listen" über die von ihnen ausspionierten homosexuellen Personen. Fünf Vorkämpfer_innen berichten hier von ihren persönlichen Erfahrungen: Peter Rausch, einer der ersten homosexuellen Aktivisten der frühen siebziger Jahre, der Theologe Christian Pulz und Marina Krug, die nach den ersten unangenehmen Erfahrungen mit der Staatssicherheit Anfang der achtziger Jahre ein paar Jahre später die Gruppe "Lesben in der Kirche" (LiK) mitbegründete. Eine Ehrung homosexueller Opfer in der Gedenkstätte Ravensbrück durch die LiK wurde 1985 von der Staatssicherheit vereitelt. Siehe dazu auch Warum wir so gefährlich waren (2006). Des Weiteren berichtet Klaus Laabs von seinen Versuchen, das Thema Homosexualität in der SED zu diskutieren. Fotograf Andreas Fux geriet mit diversen Männerakten ins Visier der Ordnungshüter und wurde zeitweise angeworben, um Homosexuelle auszuspionieren.
Du sollst nicht schwul sein. Katholische Kirche und Homosexualität
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Jürgen Erbacher, Jan Frerichs, Maria Trübswetter, ZDF, 43 min
Porträt der Haltung der katholischen Kirche zu Homosexualität. Dabei kommt der schwule katholische Theologe David Berger zu Wort, der - wie viele andere - nach dem Auftritt von Bischoff Overbeck in der Sendung "Anne Will" im April 2010 aus Protest ausgetreten ist. Er outete sich am 17. Februar 2011 in der Sendung "Markus Lanz". Eine lesbische Theologin will nur anonym berichten, weil sie Angst vor den Konsequenzen eines Outings hat. Der Film fragt, was Schwule und Lesben bewegt, dennoch in der katholischen Kirche zu bleiben, obwohl sie sich dort verleugnen müssen. Nach katholischer Auffassung ist Homosexualität nicht frei wählbar und daher auch nur sündhaft, wenn sie gelebt wird. Die interviewte Theologin argumentiert jedoch, die einzige Sünde, die ihr vorzuwerfen sei, sei das Schweigen über ihr Lesbischsein, denn sie stütze damit das 'sündige' System der katholischen Kirche. Es kommen leider sehr viele homophobe Menschen zu Wort: Gabriele Kuby (bei "Markus Lanz"), Gert Winkelmann, Bischof Overbeck (bei "Anne Will").
Einsichten
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Lesbenberatung Berlin e. V., 4 min
"Die Lesbenberatung Berlin e.V. hat als Kooperationspartnerin des EU-Projekts LARS (“Lesbian awareness rising strategies to overcome the taboo of same-sex domestic violence“) einen Kurzfilm zu Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen gedreht. Der Film „einsichten“ ist ca. vier Minuten lang und dient als Anstoß für Diskussionen und Interventionen, z. B. bei Fortbildungen. Er zeigt in schönen Bildern Alltagssituationen, im krassen Widerspruch dazu stehen die Aussagen, die sich bitter auf die Bilder legen. Zeitgleich ist eine Broschüre zum Thema “Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen” entstanden. Lesbische/bisexuelle Frauen und Trans*Menschen, deren Beziehung von Gewalt geprägt ist, sollen darin bestärkt werden, sich Unterstützung zu suchen und etwas an ihrer Situation zu verändern. Gleichzeitig richtet sich die Lesbenberatung Berlin an alle, die in ihrem Umfeld häusliche Gewalt beobachten oder jemanden kennen, deren_dessen Beziehung von Gewalt geprägt ist. Die Broschüre gibt Anregungen zu Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen innerhalb der LSBTICommunities und in Beratungseinrichtungen weiter voran zu treiben." Quelle: "LAG Lesben in NRW" Rundbrief 9/2011.
Familien zweiter Klasse – Gleichgeschlechtliche Paare
Österreich 2011 Regie/Redaktion/von: Martina Schmidt, ORF, 9 min
In Österreich gilt das Verpartnerungsgesetz, das lesbischen Paaren verbietet, ein Kind zu adoptieren oder mit medizinisch unterstützter Befruchtung schwanger zu werden. Der Oberste Gerichtshof prüft nun das Fortpflanzungsverbot. Reportage in der Reihe "Report".
Frauen-Weltmeisterschaft 2011: Nigeria - Deutschland
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: ?, ARD, ? min
In der das Gruppenspiel zwischen Nigeria und Deutschland am 30. Juni 2011 vorbereitenden ARD-Sportschau berichtet ein mehrminütiger Beitrag über die homophoben Äußerungen der nigerianischen Chef-Trainerin Eucharia Uche. Sie diskriminiert lesbische Spielerinnen ("dreckige Lebensweise") und hat diese wohl auch aus der Mannschaft ausgeschlossen. Im Off wiedergegebenes Zitat: "Ja, die Lesben in unserer Mannschaft waren wirklich ein großes Problem. ( …) Es gibt keine lesbischen Spielerinnen mehr in meinem Team." In einer eingeblendeten Pressekonferenz bestätigt Uche, dass sie Homosexualität nicht 'richtig' findet; später, nach der Rüge durch die FIFA, bestreitet sie allerdings, jemals homophobe Äußerungen von sich gegeben zu haben. In der Kurzreportage wird auch auf die Situation von Homosexuellen in Afrika hingewiesen und darauf, dass in einigen Staaten Homosexualität mit hohen Strafen geahndet wird.
Lesbische Mütter – schwule Väter. Familien ganz normal anders
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Janine Göhring, MDR, 30 min
Reportage über Kinder mit zwei Müttern oder zwei Vätern, die sich jeweils für ein Kind entschieden haben. Das schwule Paar nimmt einen dreijährigen Jungen als Pflegekind auf, das lesbische Paar erfüllt sich den Kinderwunsch mit künstlicher Befruchtung, die jedoch von Ärzten und Ärztinnen in der Bundesrepublik nicht assistiert werden darf und oftmals nicht medizinisch begleitet wird.
Liebet und wehret euch – Sündenfall Homosexualität?
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Christian Weibezahn, 23 min
Reportage, die sowohl Papstanhänger_innen als auch Papstgegner_innen zu Wort kommen lässt. Der schwule Blogger Johannes Kram richtet sein Engagement gegen die Homophobie der Kirche und demonstriert mit Tausenden gegen den Papstbesuch in Deutschland. Die Demonstrant_innen fordern Gleichberechtigung, das Recht auf Abtreibung und Akzeptanz lesbischer sowie schwuler Lebensweisen. Dagegen bezieht Erzbischof Woelki Position und verteidigt das Festhalten an der heterosexuellen Rollentradition.
Mit Erika im Wald
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Simone Heyder, Almut Röhrl, 73 min
In Stuttgart produzierter Dokumentarfilm über lesbische Sexualität und Erotik: Lesbische Frauen zwischen 19 und 85 Jahren wurden – zum Teil über mehrere Jahre – begleitet und erzählen sehr offen, wie sie ihre Sexualität leben. Unter anderem mit einer Sexpertin, einer lesbischen Psychoanalytikerin und der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Ilse Kokula.
Nina Hagen – Godmother of Punk
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Cordula Kablitz-Post, RBB, 57 min
Porträt der Punksängerin Nina Hagen (Jg. 1955), die Ende der Siebziger mit einem völlig neuen Musik- und Gesangsstil für Aufsehen sorgte. Ihre feministisch-kritischen Texte fanden besonders bei politisch bewegten und emanzipierten Frauen Anklang. Ein Mitglied der "Nina Hagen Band" beklagt sich im Interview, dass die zahlreichen weiblichen Groupies alle nur für Nina kamen, nicht für die Männer in der Band.
Protest gegen den Papst in Berlin 2011
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: ?, 12 min
Videomitschnitt der Rede von Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann (geb. 1927), die während des Papstbesuches am 22. September 2011 in Berlin auf der Protestdemonstration gegen Homophobie sprach. Ranke-Heinemann, chaotisch und frech wie gewohnt, unterhält mit ihrer saftigen Kritik das Publikum.
Schwerelos – No Gravity (No Gravity)
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Silvia Casalino, 60 min
Die lesbische Raumfahrtingenieurin Silvia Casalino spürt in einem essayistischen Dokumentarfilm der Geschichte der Frauen in der Raumfahrt nach und deckt unkonventionelle Sichtweisen auf. Dabei begegnet sie der Philosophin Donna Haraway und ihrer Cyborg-Theorie, und spricht mit anderen Raumfahrerinnen.
Sex und '68
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Sabine Stadtmüller, 68 min
Die Dokumentation gibt einen Einblick in die Veränderungen, denen der Umgang mit Sexualität Ende der sechziger Jahre unterworfen war. Die Autorin führt dazu Interviews mit Senta Berger, ihrem Sohn Simon Verhoeven, mit den Schauspielerinnen Meret Becker, Monika Hansen, dem Filmemacher Stefan-Georg Troller und seiner bisexuellen Tochter Linda, mit Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin und mit der Modeschöpferin Sonja Rykiel, der Pornoproduzentin Petra Joy und dem schwulen Filmemacher Rosa von Praunheim.
Sichtweisen – Lesben über Lesbenfilme
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Ingeborg Boxhammer, Heike Janes, 65 min
"Die Dokumentation spürt der Vielfalt von Meinungen zum Genre „Lesbenfilm" nach. Während des Lesbenfrühlingstreffens 2009 in Köln fragten die Filmautorinnen Frauen nach ihren Lieblingslesbenfilmen: Was lässt Lesben schwärmen, worüber ärgern sie sich? Welche Inhalte wünschen sie sich? Sehen sie ihre Vorstellungen verwirklicht oder eher nicht? Untermalt werden die Antworten mit nachgespielten Filmausschnitten, in denen die Bonner Lesbentheatergruppe beliebte Szenen neu akzentuiert. Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung, die vielfältige Schlaglichter auf die Sehgewohnheiten und Wünsche von lesbisch lebenden Frauen wirft." (Ankündigungstext)
Tausend Küsse für den Teddy
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min
Mitschnitt der Gala zur Verleihung des schwul-lesbischen Filmpreises 2011. Zum 25. Jubiläum der Verleihung wird wie gehabt sehr viel "Show" inszeniert und ein belehrender Kommentar im Off hinzugefügt. Moderation: Annette Gerlach.
Verqueere Welten 2.0 – Alternative Lebenswege junger Menschen
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Sebastian Schwarz, 80 min
Das Projekt "Verqueere Welten", vom Bochumer Beratungszentrum Rosa Strippe e. V. 2010 als Wanderausstellung konzipiert und aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW unterstützt, wird hier als "Verqueere Welten 2.0" weitergeführt: Junge Menschen, die sich als schwul, lesbisch, bi, trans* oder queer definieren, geben in filmischen Porträts Einblicke in ihre Geschichte. Sie berichten von ihrem Coming out, von den Diskriminierungserfahrungen, aber auch von der Akzeptanz, die Teile ihres Umfeldes inzwischen zu leben gelernt haben. Film und Broschüre können gegen Erstattung des Portos kostenfrei bei der Rosa Strippe bestellt werden: http://www.rosastrippe.de/. Die spannenden und sehr vielfältigen Interviews der Teilnehmer_innen sind auch online zugänglich: http://www.youtube.com/user/RosaStrippe.
Vier Künstlerinnen der Avantgarde
Deutschland 2011 Regie/Redaktion/von: Ralph Goertz, 40 min
Für die Ausstellung "Die andere Seite des Mondes - Künstlerinnen der Avantgarde" werden in dieser Dokumentation vier der acht präsentierten Künstlerinnen vorgestellt: Florence Henri (1893-1982), Sonia Delaunay (1885-1979), Sophie Taeuber-Arp (1889-1943) und Claude Cahun (1894-1954). Dabei wird Cahuns lesbische Lebensweise deutlich hervorgehoben, auch ihr künstlerisches Spiel mit den Geschlechtern. Der Name ihrer Lebensgefährtin Suzanne Malherbe alias Marcel Moore (1892-1972) fällt nicht. Auch bleibt der antifaschistische Widerstand, den die beiden auf der Insel Jersey leisteten, außen vor. Siehe dazu "Lover Other" (USA 2006) von Barbara Hammer.
Yes, We Are
D/Polen 2011 Regie/Redaktion/von: Magda Wystub, 69 min
"Zu Wort kommen zahlreiche Akteurinnen der Lesbenszene Polens, darunter die bekannte feministische Radio-Journalistin Anna Laszuk, die sich vor einigen Jahren als zweite Frau in Polen öffentlich geoutet hat, die Gruppe „kvir sfera“, die das erste queer-feministische Zentrum in Polen eröffnet hat und nicht zuletzt Roma Ciesla und Viola, zwei ältere Aktivistinnen, die über die Anfänge der Lesbenbewegung in den 1990ern sprechen." (Ankündigungstext)
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2012
Der 26. Teddy Award 2012
Deutschland 2012 Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min
Die Teddy-Verleihung im Flughafen Tempelhof 2012 legt den Schwerpunkt auf Transgender. Durch die Sendung führt Jochen Schropp, dessen Moderation leider durch einen belehrenden und bemüht unernsten Off-Kommentar niedergequatscht wird. Jeweils ein Spezialteddy wird an Mario Montez und Ulrike Ottinger verliehen.
Der Club: Kinder homosexueller Eltern sind juristisch schlechter gestellt
Schweiz 2012 Regie/Redaktion/von: ?, SF 2, ? min
Unter der Leitung von Mona Vetsch diskutieren Martina Scheibling von Känel, lesbische Mutter in eingetragener Partnerschaft, Martin della Valle, schwuler Vater mit adoptierter Tochter, Brigitte Häberli, Gegner des Adoptionsrechts homosexueller Eltern, Ständerätin (CVP/TG), Claude Janiak, für Adoptionsrecht homosexueller Eltern, Ständerat (SP/BL), Heinrich Nufer, Kinderpsychologe, Präsident Schweizerische Fachstelle für Adoption, und Heiner Studer, Präsident EVP Schweiz.
Etwas wagen: Lisa Rücker – Vizebürgermeisterin Graz
Österreich 2012 Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, ? min
In der ORF2-Sendung "Etwas wagen" stellt Moderatorin Barbara Stöckl u. a. Lisa Rücker vor, die nicht nur die erste grüne Vizebürgermeisterin von Graz ist, sondern auch Lesbe und Mutter zweier Töchter.
Ich bin homosexuell und will Kinder
Deutschland 2012 Regie/Redaktion/von: ?, NDR, 30 min
In der Reihe "Offen gesagt" befragt Pastor Jan Dieckmann zwei lesbische Mütter und einen schwulen Vater. Alle drei sind Teile unterschiedlicher Regenbogenfamilien. Sie erzählen von ihren Familien- und Kinderwünschen, die sie sich mit schwulen bzw. lesbischen FreundInnen bereits erfüllt haben. Sie sehen in ihrer Lebensform keinen Gegensatz zum christlichen Familiengedanken, sondern betrachten sie als Erweituerung und als Erfüllung der christlichen Grundidee von Liebe. Alle wünschen sich mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit Regenbogenfamilien.
Meine Eltern sind lesbisch
Deutschland 2012 Regie/Redaktion/von: Jutta Brinkmann, Ulrike Michels, WDR, 45 min
Reportage in der Reihe "Menschen hautnah": Zwei lesbische Mütter und zwei schwule Väter erzählen von ihren Regenbogenfamilien. Auch die Kinder kommen zu Wort und gehen erfrischend locker mit einer Situation um, die den meisten ihrer Mitschüler_innen fremd ist.
Regenbogenfamilien – Auch Lesben wollen Eltern werden
Österreich 2012 Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, ? min
Reportage über die rechtliche Situation von lesbischen Österreicherinnen, die eine Familie gründen wollen: Die künstliche Befruchtung mit Hilfe von Samenspendern ist in Österreich nur heterosexuellen Paaren erlaubt.
Schwule Sau! – Die neue Feindlichkeit gegen Homosexuelle
Deutschland 2012 Regie/Redaktion/von: Ulrike Fuchs-Eichel, WDR, 90 min
In der Reihe "West.art"-Talk moderiert Holger Notze am 13. Mai 2012 live im WDR-Foyer eine Talk-Runde über Homophobie und die (fehlende) Akzeptanz in Schule, Kirche und Sport. Am Gespräch nehmen teil: die Sozialpädagogin Almut Dietrich (Anti-Gewalt-Arbeit in NRW), David Berger (schwuler Theologe, der nach seinem Outing seine kirchliche Anstellung verlor), Jens Förster (Sozialpsychologe), Tanja Walther-Ahrens (Ex-Bundesligistin und Aktivistin für Toleranz im Fußball) und Jaecki Schwarz (schwuler Schauspieler, der in der DDR aufgewachsen ist).
Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See (Ulrike Ottinger – Nomad from the Lake)
Deutschland 2012 Regie/Redaktion/von: Brigitte Kramer, 86 min
Die Dokumentation widmet sich dem bemerkenswerten Oeuvre der experimentellen Filmemacherin Ulrike Ottinger (geb. 1942 in Konstanz), die Cineast_innen sicher mit "Madame X" (1977), "Johanna D'Arc of Mongolia" (1988) oder solchen Mammutwerken wie "China – die Künste – der Alltag" (1985) in Erinnerung geblieben sein dürfte. Brigitte Kramer porträtiert Ulrike Ottinger aus sehr persönlicher Sicht und handelt dabei spannende Zusammenhänge bedauerlicherweise nur am Rande oder gar nicht ab: Der lesbisch-feministische Hintergrund der Regisseurin und zumindest ihrer frühen Filme sowie die schillernde Rezeptionsgeschichte ihrer (Film)Bilder bleiben schemenhaft, während ihre Ausstellungskonzeption im Berliner Haus der Kulturen der Welt breiten Raum einnimmt.
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Verwendete Literatur:
Dennert, Gabriele, Leidinger, Christiane, Rauchut, Franziska: In Bewegung bleiben. 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben. Unter Mitarbeit von Stefanie Soine. Berlin 2007.
FrauenVideoKatalog. Videofilme von Frauen aus dem deutschsprachigen Raum. Hrsg. von Karin Bruns, Claudia Richarz (Frauen-Anstiftung Hamburg). Hamburg 1990.
In het Panhuis, Erwin: Die Harten und die Zarten. Die Darstellung von Homosexualität im Film. Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung des KCM, Schwulen- & Lesbenzentrums und des Centrums Schwule Geschichte am 14. Dezember 1997 in Münster. (=Schriftenreihe des KCM Schwulen- & Lesbenzentrum e.V., Band 3)
Knight, Julia: Frauen und der Neue Deutsche Film. Aus dem Englischen von Fabienne Quennet. Marburg 1995
Reufsteck, Michael, Niggemeier, Stefan: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF-Hitparade. München 2005
Scheugl, Hans: Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol. München 1978
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